Neuer Ärger

Sicherheitspersonal hetzt gegen Flüchtlinge am Lageso

Erneut sind Flüchtlinge am Berliner Lageso von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes attackiert worden - beschimpft mit Nazi-Vokabular.

In Berlin gibt es erneut Ärger mit der Security am Landesamt für Gesundheit und Soziales in Moabit. Ein Mitarbeiter der Gegenbauer Sicherheitsdienste GmbH habe in üblem Vokabular gegen Flüchtlinge gehetzt, berichtet die „BZ“ unter Berufung auf ein Video, das der Redaktion vorliege. Unter anderem habe der Mann gesagt: „Die schleppen hier alles nach Deutschland ein, weil sie alles reinholen. Allein da kriege ich schon Hakenkreuze in den Augen.“ Die Aufnahmen würden aus Räumlichkeiten zum Eingang des Lageso-Areals stammen, heißt es in dem Bericht. Minutenlang rede der Mitarbeiter auf seinen Kollegen ein.

“Und du kannst mir eins glauben: Wenn man sagt, das können die Rechten nicht, da würde ich mal sagen, seid euch da nicht so sicher. Wir machen es auf die radikale Weise, so einfach ist das. Da wird nicht mehr gefragt, ob das richtig ist oder falsch, da wird es gemacht. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Bis zum bitteren Ende“, wird der Security-Mann weiter in dem Bericht zitiert.

Sozialsenator Czaja hat bereits auf den Vorgang reagiert. „Ich bin entsetzt über die menschenverachtenden Äußerungen und das inakzeptable Verhalten des Mitarbeiters. Dafür gibt es keinerlei Rechtfertigung. Ich werde mich dafür einsetzen, dass entsprechende Konsequenzen gezogen werden.“

Ende Oktober hatte das brutale Vorgehen von drei Sicherheitsleuten für Schlagzeilen gesorgt. Auf einem Video war zu sehen, wie drei Sicherheitsleute erst auf einen Asylbewerber und dann auf zwei weitere, die ihm zu Hilfe kamen, einschlugen und traten. Die Männer werden nicht mehr bei der Einrichtung eingesetzt. Es wurde eine interne Untersuchung veranlasst.