Mord an Elias und Mohamed

Pressekonferenz der Polizei: Elias' Tod ist nun gewiss

Die Polizei Potsdam hat auf einer Pressekonferenz über die aktuellen Ermittlungen im Mordfallen Elias informiert. Die Mitschrift.

Elias ist vor fünf Monaten vom Spielpaltz im Potsdamer Stadtteil Schlaatz verschwunden. Nun bestätigt die Polizei den Tod des Sechsjährigen

Elias ist vor fünf Monaten vom Spielpaltz im Potsdamer Stadtteil Schlaatz verschwunden. Nun bestätigt die Polizei den Tod des Sechsjährigen

Foto: dpa Picture-Alliance / Polizei/Privat / picture alliance / dpa

Die Polizei hat auf der überraschend einberufenen Pressenkonferenz am Sonntag die grausame Annahme bestätigt: Bei der am Freitag im Garten von Silvio S. geborgenen Kinderleiche handelt es sich Elias. Die Leiche befand sich etwa 40 bis 50 Zentimeter unterhalb der Erde.

Peter Meyritz, Leiter der Polizeidirektion West: "Es ist traurige Gewissheit. Der kleine Elias tot". Das habe der DNA-Abgleich ergeben. Es sei eindeutig belegt worden, dass sich in dem Paket, das die Kriminalbeamten im Garten von Silvio S. geborgen haben, die Leiche von Elias befand.

Heinrich Junker, Oberstaatsanwalt Potsdam: Zu Ursache, Zeitpunkt und Todesort gebe es zum jetzigen Zeitpunkt keine genauen Erkenntnisse. Man gehe aber davon aus, dass Elias kurz nach seiner Entführung gewaltsam zu Tode gekommen ist. Bei Durchsuchungen von Wohnräumen und des Gartens des mutmaßlichen Täters seien umfangreiche Beweise sichergestellt worden.

Anders als bei Mohamed habe Silvio S. keine weiteren Angaben zum Tod von Elias gemacht. Er habe im Verhör am vergangenen Donnerstag lediglich die Tat gestanden und den Fundort der Leiche angegeben. Alle weiteren Details müssen nun in den Ermittlungen rekonstruiert werden.

Michael Scharf, Direktionsvize der Polizeidirektion West: Elias ist am 8. Juli 2015 im Potsdamer Stadtteil Schlaatz vom Spielplatz spurlos verschwunden. Seine Mutter habe sich zunächst selbst mit ihren Freundinnen auf die Suche begeben. Kurze Zeit später informierte sie die Polizei, die unverzüglich ihre Arbeit aufnahm. Scharf betont, dass die hohe Anzahl an freiwilligen Helfern, die die Polizei bei der Suchaktion unterstützten, sehr besonders gewesen sei.

Junker: "Unter den zuvor eingegangen 1300 eingegangenen Hinweisen gab es auch rückblickend keine Spur, die auf Silvio S. hindeutete", sagte Junker auf die Frage, ob man möglicherweise im Vorfeld einen der Hinweis übersehen hatte. Einzelheiten zum Inhalt des gefundenen Pakets und zu laufenden Ermittlungen wolle man zum jetzigen Zeitpunkt der Öffentlichkeit nicht mitteilen. "Wir gehen mit Täterwissen sehr vorsichtig um, da der Verdächtige bisher nur die Tat als Solches gestanden hat", zu Hintergründen der Tat schweige Silvio S. seit Donnerstag.

+++ Ende der Pressekonferenz +++

Hinweis: Die Mitschrift gibt Auszüge aus der Pressekonferenz wieder.