Gewitter

Unwetter in Berlin - Bahnstrecke gesperrt, Bäume umgestürzt

Am Abend ist ein Unwetter über Berlin gezogen. Der Flugbetrieb an den Flughäfen wurde zeitweise eingestellt, Fernzüge fielen aus.

- Blitze zucken während eines Konzerts von Helene Fischer über den Himmel am Olympiastadion in Berlin

- Blitze zucken während eines Konzerts von Helene Fischer über den Himmel am Olympiastadion in Berlin

Foto: pa/dpa

Das Unwetter am späten Sonntagabend hat zwar den Bahn- und Luftverkehr in Berlin und Brandenburg beeinträchtigt. Die sonstigen Schäden hielten sich aber nach Angaben von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Potsdam vom Montag in Grenzen.

Die Bahnstrecke Berlin-Hannover werde aber noch bis mindestens 10 Uhr gesperrt bleiben, teilte die Deutsche Bahn mit. Der Regionalbahnverkehr in der Region laufe dagegen normal.

Hotelzug eingesetzt

Am Abend waren Fernzüge der Deutschen Bahn wegen des Unwetters teilweise ausgefallen. In der Nacht hatte die Bahn vorsorglich einen Hotelzug am Berliner Hauptbahnhof für Reisende bereitgestellt, die nicht mehr zu ihrem Ziel kamen.

Wegen umgestürzter Bäume wurden am Sonntagabend die Bahnstrecken zwischen Berlin und Hannover sowie zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Hannover gesperrt. Durch das Unwetter hätten Äste die Oberleitungen beschädigt und die Schienen blockiert, teilte die Deutsche Bahn am Abend in Berlin mit. Aus Sicherheitsgründen würden die Fernzüge in den Bahnhöfen zurückgehalten. Es kam zu Zugverspätungen. Die Einsatzkräfte der Bahn arbeiteten mit Hochdruck daran, die Strecken zu räumen und beschädigte Oberleitungen instand zu setzen.

Flugverkehr zeitweise eingestellt

An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld wurde der Flugbetrieb am Abend zeitweise komplett eingestellt. Wie die Morgenpost erfuhr, schlug ein Blitz auch in den Tower in Tegel ein. Kurz vor Mitternacht teilten die Flughäfen mit, dass der Betrieb wieder aufgenommen werden konnte. 17 Flugzeuge mit Ziel Berlin-Tegel wichen am Sonntagabend auf andere Flughäfen aus, hieß es auf der Internetseite des Flughafens. Einige der Maschinen landeten statt in Berlin in Dresden. Einige Reisende mussten nach Informationen der Berliner Morgenpost dann die Nacht in Dresden verbringen, weil die Weiterreise nach Berlin am späten Abend nicht mehr möglich war.

Umstürzende Bäume sorgten für die meisten Schäden. Allerdings gab es zunächst keine Informationen über Verletzte. Brände durch Blitzeinschläge wurden zunächst nicht gemeldet. Die Berliner Feuerwehr registrierte in der Nacht weniger als 20 witterungsbedingte Einsätze. Meist handelte es sich um herabgestürzte Äste.

Katwarn versendet Warnung vor "Extremwetterlage"

Das Unwetter hatte am späten Abend Berlin erreicht. Das Katastrophenwarnsystem Katwarn versendete am Abend die Warnung vor einer "Extremwetterlage". Gegen 22 Uhr waren in der City West bereits zahlreiche Blitze zu sehen. Gegen 22.40 Uhr setzte dann starker Regen ein. Am frühen Montagmorgen zog das Gewitter dann ostwärts ab.

Das zweite Konzert von Helene Fischer im Olympiastadion musste am Abend vorzeitig beendet werden. Wie ein Polizeisprecher der Berliner Morgenpost bestätigte, habe man sich entschieden, das Konzert bereits um 22.50 Uhr zu beenden - und somit rund eine Viertelstunde vor dem regulär geplanten Abschluss. Helene Fischer sang bis dahin tapfer weiter.

Laut Polizei kam es partiell in Berlin zu Ausfällen der Straßenbeleuchtung. Ob ein Zusammenhang mit dem Wetter besteht, sei allerdings unklar.