Handwerk

Berliner Betriebe suchen händeringend nach Auszubildenden

Die Stimmung im Berliner Handwerk ist gut, die Geschäftslage hat sich erneut verbessert. Das geht aus dem neuen Wirtschaftsbericht der Kammer hervor. Doch den Firmen fehlt es an Nachwuchs.

Das Berliner Handwerk blickt zuversichtlich in das Jahr. Die Geschäftslage hat sich gegenüber dem vergangenen Jahr erneut verbessert, geht aus dem Wirtschaftsbericht der Kammer hervor, den Kammerpräsident Stephan Schwarz und Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittge am Mittwoch vorstellten.

Die meisten Betriebe sehen trotz des Fachkräftemangels optimistisch in die Zukunft. „Das Handwerk erwartet mehr Aufträge und will zusätzliches Personal einstellen“, sagte Schwarz. Besonders im Nahrungsmittelgewerbe sehen die Betriebe erwartungsvoll in die Zukunft. „Die Verbraucher wollen zunehmend aus der Produktion ihres Vertrauens kaufen und wenden sich von industriell hergestellten Produkten ab“, sagte Schwarz.

Mehr als die Hälfte der Betriebe aus der Nahrungsmittelsparte berichtet demnach von einer gestiegenen Nachfrage, heißt es dazu im Wirtschaftsbericht. Gute Stimmung herrsche vor allem bei Bäckern, Konditoren und Fleischern.

Schwierige Suche nach Auszubildenden

Das Handwerk hat jedoch zunehmend Probleme, geeignete Auszubildende zu finden. 850 offene Azubi-Stellen sind derzeit bei der Kammer registriert, so viel wie noch nie. Dabei sind nach Angaben der Kammer die Berufsaussichten Erfolg versprechend.

Jeder vierte Handwerkbetriebs gab der jährlichen Umfrage der Kammer zufolge an, seinen Betrieb in den kommenden fünf Jahren an einen Nachfolger zu übergeben. Allerdings gestalte sich die Übergabe schwierig, da geeignete Nachfolger fehlten. In Berlin gibt es rund 30.000 handwerkliche Betriebe mit durchschnittlich sechs bis sieben Mitarbeitern.