SPD

Auszubildende sollen Personalnot in den Bädern beheben

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Die Berliner Bäderbetriebe haben zu wenig Personal für alle ihre Bäder. Das Problem ist anscheinend hausgemacht. Jetzt hat die Spandauer SPD aber einen Vorschlag.

Die Spandauer SPD kritisiert, dass die Berliner Bäderbetriebe (BBB) Personalprobleme für das sanierte und gerade eröffnete Bad an der Gatower Straße anführen und gleichzeitig selbst ausgebildete Jungbademeister nicht weiter beschäftigen. „Das verschärft die Personalsituation unnötig“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung, Jürgen Kessling.

Das Problem sei hausgemacht, monierte auch der Spandauer Fraktionsvorsitzende Christian Haß. Wie berichtet, wollten die Bäderbetriebe das für 11,1 Millionen Euro sanierte Kombibad Spandau-Süd vom Verein Wasserfreunde Spandau 04 betreiben, was jedoch auf heftige Kritik stieß. „Die vorhandenen Bäder dürfen nicht aus der Hand gegeben werden. Die öffentliche Hand muss das Personal dort weiterhin nach Tarif bezahlen. Sollte es durch mehr Bäder jetzt zu wenig Personal geben, muss welches eingestellt werden. Da ist der Sportsenator in der Pflicht“, sagt Haß. Die SPD-Spandau werde weiter Druck ausüben, damit eine „vernünftige Personalpolitik betrieben wird, die die Übernahme von Auszubildenden beinhaltet“, kündigte Haß an.

BBB übernimmt alle Auszubildenden

Die BBB könnten nur so viele Mitarbeiter einstellen, wie es der Etat hergebe, sagte der Sprecher der BBB, Matthias Oloew. Im Moment seien 741 Menschen bei der BBB beschäftigt und es gebe gute Chancen für die Auszubildenden übernommen zu werden. Aus Altersgründen würden immer wieder Stellen frei. „Alle Auszubildenden der BBB werden übernommen, im Moment sind das 21“, so Oloew weiter. Wie üblich im öffentlichen Dienst gebe es nach der Ausbildung zunächst einen befristeten Anschlussvertrag für ein Jahr. Danach werde geprüft, ob es freie Stellen gebe.

Wie berichtet, hätten die BBB das für 11,1 Millionen Euro sanierte Kombibad Spandau-Süd nach mehr als vier Jahren Schließzeit gern von dem Verein Wasserfreunde Spandau 04 betreiben lassen. Werde es mit eigenem Personal betrieben, müssten die Bäder in der Nachbarschaft mit kürzeren Öffnungszeiten rechnen, hatten die BBB angekündigt. Das stieß vor allem bei der SPD auf Kritik, so dass das Bad jetzt doch mit eigenem Personal bewirtschaftet wird. Es ist am vergangenen Sonntag wieder eröffnet. bsm