Berlin

Masern breiten sich in Berlin weiter aus

Die Masernwelle in Berlin ebbt noch nicht ab. Die Zahl der Fälle ist auf insgesamt 609 gestiegen. Erste Patienten müssen schon von den Krankenhäusern abgewiesen werden.

>>> Grafik: Wo sich die Masern in Berlin ausbreiten <<<

In Berlin ist das Ende der aktuellen Masernwelle noch nicht abzusehen: Die Zahl der Fälle stieg bis Mittwoch weiter auf insgesamt 609, zwei Drittel der Betroffenen erkrankten in diesem Jahr. Allein seit Wochenbeginn sind beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) über 40 neue Erkrankungen gemeldet worden. „Wir weisen weiter darauf hin, dass es unbedingt Sinn macht, sich noch impfen zu lassen“, sagte LaGeSo-Mitarbeiterin Silvia Kostner am Mittwoch. Jeder sollte seinen Impfstatus überprüfen. In Berlin war ein Kleinkind an der Krankheit gestorben.

Die meisten Fälle gibt es – auch umgerechnet auf die Bevölkerungsdichte – in den Bezirken Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg: Bis zum Dienstag waren dort 88 und 87 Masernpatienten gemeldet worden. Insgesamt etwa jeder Vierte erkrankte so schwer, dass er ins Krankenhaus musste. Betroffen davon waren vor allem Erwachsene zwischen 20 und 45 Jahren. An den Vivantes-Kliniken mussten einige Masern-Patienten wegen der Grippewelle bereits abgewiesen werden. „Im Normalfall stehen Erwachsene die Masern auch zu Hause durch“, sagte der Vivantes-Pandemie-Beauftragte Christian Träder jüngst dazu.