Charité

Ebola-Verdachtsfall in Berlin bestätigt sich nicht

Der Mitarbeiter eines südkoreanischen Behandlungsteams wurde nach 21 Tagen ohne Symptome aus der Isolierstation der Charité entlassen. Er hatte sich in Sierra Leone bei der Berhandlungs eines Ebola-Patienten an einer Nadel verletzt.

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Der Verdacht auf eine Ebola-Infektion in Berlin hat sich nicht bestätigt. Das Mitglied eines südkoreanischen Ebola-Behandlungsteams konnte am Montag aus der Charité Berlin entlassen werden, teilte das Klinikum mit. Innerhalb der Inkubationszeit von 21 Tagen seien keine Krankheitssymptome aufgetreten.

Das Mitglied einer Hilfsorganisation hatte sich am 29. Dezember 2014 während eines Kontaktes mit einem Ebola-Patienten in Sierra Leone an einer Nadel verletzt. Die Person, über deren Geschlecht und Alter die Charité keine Angaben macht, war am 3. Januar 2015 mit einer einer Spezialmaschine in Berlin eingeflogen worden.

Seitdem befand sie sich auf der Station für hochinfektiöse Erkrankungen im Campus Virchow-Klinikum der Charité. Alle virologischen und laborchemischen Untersuchungen haben nach Auskunft der Charité keinen Hinweis auf eine Ebolavirus-Infektion ergeben.

Nach Angaben von Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe den Fall als dringend eingestuft. Die Leitung der Charité betonte, dass für die Berliner Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt Ansteckungsgefahr bestanden habe.