Berlin-Mitte

Polizeipräsident sieht erste Erfolge der Fahrradstaffel

Seit Sommer sind Fahrrad-Polizisten in Berlins Mitte unterwegs. Sie sollen rüpelhafte Radler zur Rede stellen und dafür sorgen, dass sich Fußgänger sicherer fühlen. Jetzt gibt es erste Erfahrungen.

Foto: Paul Zinken / dpa

In Berlin-Mitte werden nach Einschätzung von Polizeipräsident Klaus Kandt rote Ampeln weniger missachtet, seitdem die Fahrradstaffel der Behörde unterwegs ist. „Das hat anscheinend disziplinierende Wirkung“, sagte Kandt.

Seit dem Sommer sind 20 Polizisten mit weißen Trekkingrädern und zwei sogenannten Pedelecs mit zusätzlichem Elektroantrieb im Einsatz. Sie sollen zwischen Alexanderplatz und Regierungsviertel für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Das gemeinsame Modellprojekt mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dem Gesamtverband der Versicherer ist auf drei Jahre befristet. Zu einer möglichen Ausweitung könne noch nichts gesagt werden.

„Die Staffel ist ein Sympathieträger“

Zahlen zu Einsätzen oder Kontrollen lägen nach der kurzen Zeit noch nicht vor, so Kandt. „Ich kann aber sagen, dass die Fahrradstaffel sehr gut angenommen wurde. Sie fällt auf in der Stadtmitte.“ Ihm sei auch berichtet worden, dass zum Beispiel Fahrradkuriere mehr aufpassten, sagte der 54-Jährige.

Er sei auch von Bürgern positiv angesprochen worden, die die Staffel bei der Unfallregulierung gesehen haben, unterstrich der Polizeichef. „Die Staffel ist ein Sympathieträger. Und das freut mich natürlich.“ Die Kollegen seien hochmotiviert und eine dufte Truppe.

Die Räder kosteten 33.000 Euro, die Bekleidung 39.000 Euro. Der Senat und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft schossen je 35.000 Euro für die Ausrüstung zu. Bei Temperaturen unter minus fünf Grad gibt es allerdings keine Einsätze.