Tierpark Berlin

Sturz bei Fütterung - Giraffe Kibaya ist tot

Erst im Oktober war die Giraffe Kibaya vom Berliner Zoo in den Tierpark umgezogen. Dort stürzte sie nun und riss sich einen Beinmuskel. Wegen der großen Schmerzen wurde sie eingeschläfert.

Foto: Andreas Altwein / dpa

Giraffe Kibaya aus dem Berliner Tierpark ist tot. Sie musste nach einem Sturz bei der Fütterung am Freitagmorgen eingeschläfert werden. Das teilte Tierpark-Sprecherin Christiane Reiss mit.

Die 2003 geborene Netzgiraffen-Dame sei ausgerutscht und habe sich einen Beinmuskel gerissen. „Ähnlich wie bei Pferden können solche gravierenden Beinverletzungen schlecht therapiert werden. Wir können einer Giraffe leider keinen Gips anlegen“, sagte Tierarzt Günter Strauß. Alle seien sehr traurig. „Dieser tragische Unfall so kurz vor Weihnachten schockiert vor allem die Tierpfleger“, so der Veterinärmediziner.

Kibaya war erst im Oktober vom Zoo in den Tierpark umgezogen. Sie hatte sich gut in die Herde eingelebt, hieße es. In Friedrichfelde leben nun noch fünf weitere Giraffenkühe, ein Bulle sowie zwei Jungtiere.

Obduktion im Leibniz-Institut

Giraffen werden bis zu 40 Jahre alt. Der Kadaver des 4,50 Meter großen Tieres soll nach Angaben des Tierparks nun im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin obduziert werden.

Die Experten dort haben zuletzt Eisbärin Nancy aus dem Zoo untersucht. Sie war erst vor einem Monat gestorben – an einer Magendrehung, wie die Obduktion im IZW ergab. Nancy war am 20. November morgens leblos auf der Außenanlage gefunden worden.

Das Leibniz-Institut klärte aber auch die Todesursache von Eisbär Knut. Drei Jahre nach seinem Ertrinken in einem Wasserbecken des Zoos im März 2011 legten die Forscher ihren Abschlussbericht vor. Demnach litt der tierische Star an einer Enzephalitis, einer Entzündung des Gehirns, die Knut Krämpfe bereitete und die höchstwahrscheinlich durch eine Virusinfektion verursacht worden war.