Bewerbung

Berlin wirbt mit Prominenten für Olympia

Klaus Wowereit hat acht Prominente vorgestellt, die als Olympia-Botschafter für die Spiele in der Hauptstadt werben sollen - vor allem bei den Berlinern. Wer mit dabei ist.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Mit Schauspieler Didi Hallervorden und Moderator Günther Jauch will der Senat Stimmung für Olympia machen. Die beiden Prominenten gehören zu den ersten acht Olympiabotschaftern, die sich für eine Bewerbung Berlins stark machen. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), Sportsenator Frank Henkel (CDU) und der Präsident des Landessportbundes (LSB), Klaus Böger, stellten am Mittwoch im Roten Rathaus die Unterstützerkampagne vor.

Mit der Unterzeichnung der Berliner Charta für Olympische und Paralympische Spiele bekennen sich die Unterzeichner zudem für nachhaltige, transparente und partizipative Spiele – sollte sich der Deutsche Olympische Sportbund am 21. März 2015 dafür entscheiden, mit Berlin ins Rennen um die Austragung der Olympischen Spiele 2024 oder 2028 zu gehen.

Senat setzt auf Unterstützung der Berliner

Zu den Erstunterzeichnern der Charta gehören die Industrie- und Handelskammer, die Unternehmensverbände Berlin und Brandenburg, der Hotel- und Gaststättenverband und die Stiftung Oper. Aber der Senat setzt nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) auf die Unterstützung der Berliner. „Jeder kann Botschafter werden“, sagte Wowereit. „Wir brauchen die Unterstützung der Berliner.“ Berlin habe hervorragende Voraussetzungen, um herausragende Spiele zu präsentieren.

Zu den prominenten Unterstützern zählen neben Jauch und Hallervorden auch der Vorstandsvorsitzende der Charité, Karl Max Einhäupl, der Sternekoch Tim Raue, die Berliner Sängerin Lary und Olympiasiegerin Natascha Keller. „Ich bin Berlinerin, ich liebe diese Stadt und freue mich, in zehn Jahren zum ersten Mal als Zuschauerin dabei zu sein“, sagte die ehemalige Hockeyspielerin Keller.

Hallervorden ist optimistisch

Didi Hallervorden zeigte sich optimistisch, trotz seiner fast 80 Jahre Olympische spiele in Berlin mitzuerleben. Ich möchte die Spiele live erleben – und dazu nicht nach Hamburg fahren müssen“, sagte Hallervorden. „Es wäre die einmalige Chance zu zeigen, wie weltoffen die Stadt ist. Das würde die Stadt einen weiteren Schritt nach vorn bringen“, so der Schauspieler und Kabarettist weiter.

Bisher stimmt laut Umfragen die Hälfte der Berliner einer Olympia-Bewerbung für 2024 oder 2028 zu. Bis zu einer Volksabstimmung, deren Termin noch nicht feststeht, will der Senat mit einer großen Werbekampagne mehr Zustimmung erreichen.

Der Sportökonom Ruder-Olympiasieger Wolfgang Maennig befürwortet in der Diskussion um die Kosten für Olympische Spiele in Deutschland eine alleinige Finanzierungen durch die Privatwirtschaft. „Ich bin überzeugt, dass ein Olympia möglich ist, bei dem Bewerbung und auch die Spiele selbst kein öffentliches Geld kosten“, sagte der Ruder-Olympiasieger von 1988 auf einer Podiumsdiskussion zu Olympia.

„Ich denke, eine deutsche Bewerbung mit Nullbelastung öffentlicher Haushalte könnte im Konzert der aktuellen Millionen-Kampagnen echten Enthusiasmus auslösen.“ Dazu bedürfe es vor allem der Gewinnung starker regionaler Sponsoren und der Mobilisierung eines breit gefächerten ehrenamtlichen Engagements.

Foto: Jörg Carstensen / dpa