Immobilien

Ein Haus in Berlin ist eine günstige Alternative zur Wohnung

Die Preise für Eigentumswohnungen steigen weiter in Berlin - stärker als die Mieten. Doch gerade im Osten der Stadt gibt es noch günstige Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser.

Die starke Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Berlin hat dafür gesorgt, dass das Angebot knapp und teuer geworden ist. Für junge Familien könne es sich deshalb lohnen, den Kauf eines Einfamilienhauses zu prüfen. Darauf hat der Immobilienverband (IVD) Berlin-Brandenburg auf seinem Verbandstag am Dienstag in Berlin hingewiesen.

„Besonders im Osten Berlins sind mit Preisen ab 100 Euro pro Quadratmeter noch günstige Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser verfügbar, die aufgrund der wieder gestiegenen Nachfrage in den Randlagen auch leichte Preiszuwächse verzeichnen konnten“, so Katja Giller, Vorsitzende des Wertermittlerausschusses beim IVD. Allerdings sei festzustellen, dass Immobilien für die Berliner aufgrund ihres im Bundesvergleich geringen Haushaltseinkommens weniger erschwinglich seien. Entsprechend sorgsam müsse der Schritt zur eigenen Immobilie abgewogen werden. Dabei gibt es in Berlin großen Nachholbedarf. Nur rund 15 Prozent der Berliner wohnen in den eigenen vier Wänden.

Häuser ab 200.000 Euro

Wer ein frei stehendes Einfamilienhaus mit 120 bis 130 Quadratmetern Wohnfläche auf einem durchschnittlich 700 Quadratmeter großen Grundstück in Berlin erwerben möchte, muss in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf mit den höchsten Kaufpreisen rechnen. 600.000 beziehungsweise 520.000 Euro werden hier in den Vorzugswohnlagen verlangt. Bei den Standardwohnlagen müssen Käufer nach IVD-Angaben mit Preisen bis zu 425.000 beziehungsweise 360.000 Euro rechnen. Damit liegen die beiden Bezirke deutlich über dem Berliner Durchschnitt, der bei Vorzugswohnlagen Preise um 360.000 Euro und bei Standardwohnlagen 270.000 Euro aufweist.

In Pankow, Reinickendorf und Spandau sind in den Vorzugswohnlagen im Schnitt zwischen 300.000 bis zu 370.000 Euro einzurechnen, in Standardwohnlagen werden zwischen 230.000 bis zu 250.000 Euro verlangt. Die günstigsten Bezirke sind Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf, in denen Ein- beziehungsweise Zweifamilienhäuser in Standardwohnlagen zwischen 200.000 bis 210.000 Euro kosten.