Immobilienverband

Mieten steigen nicht mehr so rasant in Berlin

Die Mieten steigen weiter, doch die Zeiten der ganz großen Mietsprünge scheinen vorbei zu sein. Dagegen haben die Preise für Eigentumswohnungen in Berlin und im Umland deutlich angezogen.

Foto: Franz-Peter Tschauner / dpa

Die Mieten in Berlin steigen aus Sicht von Maklern nicht mehr so rasant wie zuletzt. Wer heute neu in eine Wohnung zieht, zahlt in Standardlagen durchschnittlich 7,25 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter, in Vorzugswohnlagen 8,75 Euro, wie der Immobilienverband Deutschland (IVD) Berlin-Brandenburg am Dienstag mitteilte. Das bedeute ein Plus von 2,9 bis 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Preise für Eigentumswohnungen dagegen zogen mit 6,45 bis 7,3 Prozent deutlich stärker an.

Die höchsten Mieten verzeichnete der IVD in Charlottenburg-Wilmersdorf mit 9,25 Euro pro Quadratmeter in normalen Wohnlagen. Es folgen Steglitz-Zehlendorf mit 8,00 Euro und der Bezirk Pankow mit 7,75 Euro. In Mitte sind es in Standardlagen 7,50 Euro. Am günstigsten war Mieten in Spandau, Neukölln und Marzahn-Hellersdorf. In Brandenburg stiegen vor allem die Kaufpreise im Speckgürtel der Hauptstadt.

Berlin müsse nun mehr Neubau in den stark nachgefragten Bezirken ankurbeln und zugleich die Attraktivität der weniger begehrten Bezirke steigern, forderte IVD-Vorsitzender Dirk Wohltorf. Aus Maklersicht sind die Mietpreisbremse und das Verbot, Miet- in Eigentumswohnungen umzuwandlen dafür die falschen Signale. dpa/ap