Kommentar

Lösung für Hauptmann-Schule in Sicht - Die Blamage bleibt

Seit Monaten ist die Situation an der Hauptmann-Schule in Kreuzberg desolat. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab, die Schule soll ein Flüchtlingsheim werden. Doch die Blamage bleibt, meint Jens Anker.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Die Situation rund um die Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg ist seit Monaten desolat. Viel zu lange wurden die Menschen im Kompetenzstreit der Behörden und politischen Ebenen sich selbst und vermeintlichen Flüchtlingsunterstützern überlassen.

Am Ende zeichnet sich jetzt vielleicht doch noch so etwas wie eine vernünftige Lösung ab. Die Schule, die vor der Besetzung durch die Flüchtlinge lange leer stand, soll ein reguläres Flüchtlingsheim werden.

So können alle Seiten halbwegs gesichtswahrend aus dem Fall herauskommen. Es werden neue, dringend notwendige Plätze geschaffen, die Schule reißt kein weiteres finanzielles Loch in den Haushalt des Bezirks und das Gebäude kann in eine reguläre Nutzung überführt, der Kiez wieder befriedet werden.

Also Ende gut, alles gut? Nein. Der Umgang mit den Flüchtlingen auf dem Oranienplatz und in der Hauptmann-Schule darf sich auf keinen Fall wiederholen, die Politik auf allen Ebenen hat sich hier in den vergangenen Monaten blamiert.