Unter den Linden

Tunnelbohrer „Bärlinde“ macht in zwei Monaten weiter

Mitte August war es zu einem Mini-Erdrutsch in der Abbaukammer von Tunnelbohrer „Bärlinde“ Unter den Linden gekommen. Nun wird der Tunnelbohrer zerlegt und zum Roten Rathaus transportiert.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Auf dem Boulevard Unter den Linden sind Experten der Projektgesellschaft U5 der BVG weiter auf Ursachenforschung, warum unweit des Brandenburger Tors am 17. August rund sechs Kubikmeter Sand und Wasser in die Abbaukammer von Tunnelbohrer „Bärlinde“ gedrungen waren.

Zunächst hatten die Experten Probebohrungen in bis zu zehn Metern Tiefe vorgenommen, um zu prüfen, ob es zu Bewegungen und Hohlräumen im umliegenden Erdreich der Straße gekommen ist.

Nachdem Experten die Baustelle unter der Erde sowie die darüber befindliche Fahrbahn Unter den Linden für sicher erklärt hatten, wird das Gemisch nun aus der Kammer gepumpt.

Anschließend soll besser nachzuvollziehen sein, wo es genau herkam und warum.

„Bärlinde“ wird zum Roten Rathaus transportiert

Parallel wird die 70 Meter lange „Bärlinde“ weiter zerlegt und zurück zum Startpunkt am Roten Rathaus transportiert. Dort soll sie in zwei Monaten den zweiten Tunnel für den Lückenschluss der U5 bohren. Der Vorfall hat dem Projekt bislang zwei Tage Verzögerung beschert.

Rund anderthalb Kilometer der insgesamt 2,2 Kilometer langen Verbindungsstrecke zwischen Alexanderplatz (U5) und Brandenburger Tor (U55) werden unterirdisch gebaut.