Verkehrseinschränkungen

Unter den Linden bleibt nach U5-Panne weiter gesperrt

In den Tunnel der neuen U-Bahn-Linie sind Wasser und Erde eingedrungen. Mit Bohrungen wird nun die Belastbarkeit der Straße Unter den Linden geprüft. Einsturzgefahr soll jedoch nicht bestehen.

Foto: David Heerde

Wegen Problemen im Tunnel der neuen U-Bahn-Linie 5 blieb die Straße Unter den Linden in Mitte auch am Montag gesperrt. Betroffen sind die Fahrbahn Richtung Brandenburger Tor zwischen Schadow- und Wilhelmstraße sowie ein Teil des Gehwegs. „Wir hoffen, dass die Sperrung im Laufe des Tages wieder aufgehoben werden kann“, sagt Heike Müller, Projektsprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Die Polizei empfiehlt, den Bereich möglichst zu umfahren.

Der Grund für die Einschränkungen: Am Sonntagmorgen entdeckten Arbeiter, dass Wasser, Sand und Erde in den unter der Fahrbahn verlaufenden Tunnel gedrungen waren. Die BVG spricht von etwa sechs Kubikmetern, die Panne ereignete sich zwischen dem Brandenburger Tor und dem zukünftigen Bahnhof Unter den Linden.

Die Straße ist offenbar nicht einsturzgefährdet, dennoch könnten sich Hohlräume aufgetan haben. Deshalb werden nun Probebohrungen vorgenommen, um die Belastbarkeit des Boulevards zu prüfen. „Der Asphalt wird aufgestemmt, damit Rohre bis in zehn Meter Tiefe geführt werden können“, so Müller.

Bärlinde wurde nicht beschädigt

Ursprünglich hatte die BVG gehofft, die Straße für den Berufsverkehr am Montagmorgen wieder freigeben zu können. Doch es sei ein unklar, wo genau sich der Erdrutsch ereignet habe. Auch, weil die Sensoren im Tunnel und auf der Straße nicht ausgeschlagen hätten. „Die Sensoren funktionieren aber“, versichert Müller.

Der Tunnelbohrer Bärlinde, der sich auf Höhe der betroffenen Stelle befindet, wurde nicht beschädigt. Er wird derzeit in seine Einzelteile zerlegt und dann zurück in die Baugrube am Roten Rathaus transportiert. Dort soll in zwei Monaten der Bau der zweiten Tunnelröhre starten. Der aktuelle Vorfall ist nicht der erste dieser Art. Wegen Problemen mit den Grundwasser mussten die Arbeiten bereits für ein halbes Jahr unterbrochen werden.

Foto: Massimo Rodari