Vandalismus

Weniger Schäden durch Graffiti an Berliner Wohnhäusern

Vor 20 Jahren wurden pro Jahr noch über sieben Millionen Euro für die Beseitigung von Graffiti an Berliner Wohnhäusern ausgegeben. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 1,7 Millionen Euro.

Foto: dpa Picture-Alliance / Wolfram Steinberg / picture alliance / Wolfram Stein

Schmierereien an Berliner Wohnhäusern kommen seltener vor. Der Vandalismus sei zurückgegangen, teilte der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) am Mittwoch mit.

Er hatte eine Erhebung unter seinen Mitgliedern durchgeführt. Die Berliner Unternehmen des BBU haben 2013 nur noch 1,7 Millionen Euro aufgewendet, um Graffiti zu beseitigen und beschädigte Klingelschilder oder zerstörte Fenster und Türen an Hauseingängen zu reparieren.

Es sei der niedrigste Kostenstand seit fast 20 Jahren. 1997 waren noch insgesamt 7,1 Millionen Euro für die Schadensbeseitigung notwendig. 2012 lag die Summe bei 2,1 Millionen Euro. „Wir werten den stark rückläufigen Vandalismus als Zeichen dafür, dass sich die Menschen mit Berlin identifizieren“, sagte BBU-Vorstand Maren Kern.

Die Brandenburger BBU-Unternehmen zahlten erheblich weniger. 2013 wandten sie nur 0,8 Millionen Euro für die Beseitigung mutwilliger Schäden auf. Die Berliner Gesamtsumme seit 1997 beträgt 66 Millionen Euro, die Brandenburger Kosten im gleichen Zeitraum lagen bei 19,3 Millionen Euro. Zum BBU gehören 360 Wohnungsunternehmen mit insgesamt etwa 1,1 Millionen Wohnungen.

Auch BVG zählt weniger Vandalismusschäden

Auch die BVG muss weniger Geld für die Beseitigung der Vandalismusschäden aufwenden. Die Summe sank von 9,7 Millionen Euro im Jahr 2008 auf vier Millionen Euro im vergangenen Jahr, wie Staatssekretär Christian Gaebler (SPD) im Juni auf Anfrage der CDU-Abgeordneten Katrin Vogel mitteilte. Etwa 50 Prozent der Schäden im Jahr 2013 traten in Wagen und Stationen der U-Bahn auf. Die S-Bahn Berlin gab jedoch gleichbleibende Kosten für die Schadensbeseitigung an: etwa sechs Millionen Euro pro Jahr.

Foto: dpa Picture-Alliance / Jens Kalaene / picture alliance / ZB