Nahverkehr

BVG zeigt am Donnerstag keine Abfahrtszeiten an

An Haltestellen und U-Bahnhöfen der BVG geht es am Donnerstag zu wie zu analogen Zeiten. Weil die zentrale Technik für alle Fahrzeitenanzeiger umzieht, bekommen Fahrgästen dort nur gedruckte Pläne.

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Am Donnerstagvormittag setzen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ihre elektronischen Fahrzeitenanzeiger kurzzeitig außer Betrieb. Grund für das Abschalten sei der Umzug der zentralen Technik für das System von Schöneberg nach Lichtenberg, wie die BVG am Dienstag mitteilte.

Alternativ können sich Fahrgäste an den traditionellen Fahrplanaushängen sowie im Internet über die jeweiligen Abfahrtszeiten informieren. Möglich ist auch ein Anruf im BVG-Callcenter unter der zentralen Rufnummer 19449. Betroffen von der Außerbetriebnahme sind laut einer BVG-Sprecherin nur die Betriebsbereiche Bus und Straßenbahn – die Anzeigen in den 173 U-Bahnhöfen sollen wie gewohnt funktionieren.

Seit 1999 informiert die BVG ihre Fahrgäste mit dem „Dynamischen Auskunfts- und Informationssystem“ (Daisy), zunächst nur bei der U-Bahn. Seit 2003 wird das System vermehrt auch an wichtigen der fast 7300 Bus- und Straßenbahnhaltestellen eingesetzt. Auf den elektronischen Anzeigetafeln werden Fahrgäste über die noch verbleibenden Minuten bis zur Ankunft des nächsten Busses oder der nächsten Bahn sowie über aktuelle Fahrplanänderungen und Betriebsstörungen informiert. Nach eigenen Angaben hat die BVG aktuell rund 1500 Daisy-Anzeigen im Einsatz, davon 604 an Bus- und Straßenbahnhaltestellen. Angezeigt werden dort nicht geplante Zeiten, sondern sogenannte Echtzeitangaben, die auch der Betriebszentrale der BVG vorliegen.