Wedding/Friedrichshain

Täter treten und schlagen ihren Opfern gegen die Köpfe

Gleich zweimal sind in der Nacht zu Sonnabend in Berlin Männer geschlagen und dabei verletzt worden. Eines der Opfer wurde mit einem Schlagstock verprügelt, das andere bewusstlos getreten.

Zwei Männer sind in der Nacht zu Sonnabend bei gewalttätigen Übergriffen in Wedding und Friedrichshain verletzt worden. Während ein 36 Jahre altes Opfer nach ambulanter Behandlung aus der Klinik entlassen werden konnte, muss ein 35-Jähriger Mann weiter stationär behandelt werden. Das teilte die Polizei mit. In beiden Fällen konnten alarmierte Beamte mutmaßliche Täter festnehmen.

Im ersten Fall sah sich der 36-Jährige in Wedding einer Übermacht von vier jungen Männern ausgesetzt. Der nach Zeugenangaben betrunkene Mann war kurz vor Mitternacht an der Transvaalstraße mit drei 19-Jährigen und einem 20-Jährigen in Streit geraten. Der Anlass war banal: Der 36-Jährige hatte das Quartett angesprochen, weil es sich sehr laut verhalten hatte. Unmittelbar darauf wurde der Mann geschlagen und getreten, ging schließlich zu Boden.

Die Angreifer gingen danach zunächst ihrer Wege, doch der 36-Jährige beschimpfte noch am Boden liegend die Schläger. Die Angreifer machten kehrt und prügelten erneut auf ihr Opfer ein. Einer der Täter versetzte dem Opfer laut Polizei mit einem Schlagstock mehrere Hiebe auf den Kopf. Danach flüchtete die Gruppe.

Drei Tatverdächtige gefasst

Passanten kümmerten sich um den blutenden Mann, riefen Polizei und Feuerwehr. Der 36-Jährige hatte Kopfverletzungen und Prellungen am Körper erlitten. Die Beamten konnten sämtliche Schläger, zwei 19-jährige Türken, einen gleichaltrigen Deutschen mit Migrationshintergrund und einen 20 Jahre alten Niederländer, dank Zeugenaussagen identifizieren. Ein 19-Jähriger wurde noch in Tatortnähe gefasst, ein Komplize stellte sich daraufhin freiwillig. Der 20-Jährige wurde in seiner Wohnung festgenommen. Vom vierten Täter sind die Personalien bekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen die Tatverdächtigen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Tritte gegen den Kopf

Komplizierter sind die Tathintergründe im zweiten Fall, bei dem es zu einem Angriff auf einen 36-Jährigen in Friedrichshain kam. Er muss mit schweren Kopfverletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden. Gegen 22.30 Uhr hatte nach Angaben der Polizei ein Zeuge auf der Warschauer Brücke bemerkt, dass ein am Boden liegender Mann von einem Unbekannten mit Tritten gegen den Kopf traktiert wird.

Der Schläger tauchte danach in einer etwa 20 Personen zählenden Gruppe unter. Dennoch konnte der mutmaßliche Täter anhand der Personenbeschreibung des Augenzeugen von Polizeibeamten festgenommen werden. Wie der 36-Jährige zu Boden kam und weshalb er überhaupt angegriffen wurde, ist indes noch unklar.