Blitzaktion

Polizei fasst S-Bahnschläger von Nikolassee

Am Sonntag verprügelten zwei Jugendliche in Berlin einen Sicherheitsmann in einer S-Bahn. Nun meldet die Bundespolizei die Festnahme der Täter. Es handelt sich um einen Amerikaner und einen Briten.

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Die Polizei hat die Schläger aus der S-Bahn in Nikolassee gefasst. Innerhalb von nur 24 Stunden konnte die Bundespolizei die Gewalttat gegen einen 59-jährigen Spandauer aufklären. Nachdem es am Sonntagnachmittag am S-Bahnhof Nikolassee zu einem gewalttägigen Übergriff auf den Sicherheitsmitarbeiter kam, konnten Beamte bereits am Montagnachmittag einen 16-jährigen Briten und einen 16-jährigen Amerikaner als dringend Tatverdächtige ermitteln. Bei der Durchsuchung der Wohnräume der beiden 16-jährigen fanden sie belastende Beweismittel.

Wie berichtet, waren am Sonntag zwei Jugendliche in die S7 am Bahnhof Grunewald eingestiegen und hatten begonnen, an den Haltestangen in der Bahn herumzuturnen und zu randalieren. Ein 59-jähriger Mann aus Spandau sprach die Jugendlichen daraufhin an und forderte sie auf, ihr Handeln einzustellen. Daraufhin griffen ihn die Täter an und verletzten ihn so, dass er mit schweren Verletzungen in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht werden musste. Das Opfer erlitt eine Gehirnerschütterung und mehrere Frakturen und wird immer noch auf der Intensivstation versorgt.

Neun Ermittler spürten die Jugendlichen auf

Aufgrund der Schwere der Tat bildete die Bundespolizei eine Sonderermittlergruppe mit neun Beamten. Die Täter hatten ein Telefon am Tatort zurückgelassen, auf das sich die Ermittlungen zunächst stützten. Die Spur führte die Polizisten zu den zwei 16-jährigen Jugendlichen aus Berlin.

Zusammen mit der Staatsanwaltschaft Berlin erwirkte die Polizei beim Amtsgericht Tiergarten zunächst einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung der Eltern des Briten in Friedenau. Nach der Zeugenvernehmung und der vorläufigen Aussage des Jugendlichen konnte der zweite Tatverdächtige, ein 16-jähriger Amerikaner, ermittelt werden. In der Wohnung seiner Eltern in Wilmersdorf klingelten die Polizisten ebenfalls und durchsuchten die Wohnräume des 16-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft Berlin hatte dafür einen erneuten Durchsuchungsbeschluss beim Amtsgericht Tiergarten erwirkt. Es konnte Beweismaterial wie blutverschmierte Kleidung und Schuhe sichergestellt werden.