Immobilienpreise in Berlin

Plus 33 Prozent – Bauland wird in Berlin immer teurer

Isabel Jürgens

Foto: Getty Images

Ein Quadratmeter Bauland hat in Berlin 2013 im Schnitt 346 Euro gekostet. Das sind fast 90 Euro mehr als im Vorjahr. Zwar gibt es in der Stadt noch viele Bauflächen, diese werden aber rasant teurer.

In Berlin sollen jedes Jahr 9000 Wohnungen neu gebaut werden, 3000 davon von den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften. Das hat der rot-schwarze Senat erst vor wenigen Tagen mit den Berliner Wohnungsunternehmen vereinbart. Das „Neubau-Bündnis“ droht nun richtig teuer zu werden: Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitgeteilt hat, ist der Kaufwert für unbebautes Bauland 2013 im Schnitt auf 346,37 Euro je Quadratmeter gestiegen (2012: 259,66 Euro). Das entspricht einer Steigerung um 86,71 Euro beziehungsweise rund 33 Prozent.

Im vergangenen Jahr wechselten 2,7 Millionen Quadratmeter Bauland für 929 Millionen Euro den Eigentümer. Die Summe verteilte sich auf 1512 Verkäufe. Die meisten Käufe wurden in den Bezirken Marzahn-Hellersdorf (341), Pankow (243) und Lichtenberg (167) registriert. Die wenigsten Verkäufe gab es in Charlottenburg-Wilmersdorf (32). Der mit Abstand höchste durchschnittliche Kaufwert wurde mit 1898,04 Euro pro Quadratmeter in Mitte erzielt.

Friedrichshain-Kreuzberg ist besonders teuer

Ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt lagen Friedrichshain-Kreuzberg (1550,38 Euro/m2) und Charlottenburg-Wilmersdorf (1111,14 Euro/m2). Dagegen wurden weit unter dem Durchschnitt liegende Kaufwerte in Marzahn-Hellersdorf (85,29 Euro/m2) und Reinickendorf (94,32 Euro/m2) ermittelt. „Es gibt in Berlin zwar noch viele Flächen, auf denen gebaut werden kann. Sie werden aber rasant teurer. Land und Bund müssen deshalb jetzt mit ihrer Liegenschaftspolitik preisdämpfend auf den Markt einwirken“, fordert Maren Kern, Chefin des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen. Bezahlbares Bauland sei eine wesentliche Voraussetzung für bezahlbare Mieten.