„Wohnen 2025“

In diesen Stadtteilen sollen 43.000 neue Wohnungen entstehen

Am Dienstag befasst sich der Senat mit dem „Stadtentwicklungsplan Wohnen 2025“, der voraussichtlich beschlossen wird. Mit dem Plan werden 24 Areale in Berlin für große Wohnungsbau-Projekte festgelegt.

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Der „Stadtentwicklungsplan Wohnen 2025“ steht am Dienstag auf der Tagesordnung des Senats, voraussichtlich wird er beschlossen. Er benennt die stadtentwicklungs- und wohnungspolitischen Leitlinien und Ziele der Landesregierung sowie Strategien für die Neubau- und Bestandsentwicklung in den kommenden elf Jahren. Der Plan zeigt insbesondere die Flächenpotenziale, auf denen in größerem Umfang neue Wohnungen gebaut werden könnten.

Der Senat rechnet mit einem Bevölkerungszuwachs von mehr als 250.000 Menschen bis zum Jahr 2030, daher müssten bis 2025 rund 137.000 Wohnungen gebaut werden. Der Stadtentwicklungsplan weist nun sogar Potenziale für 215.000 zusätzliche Wohneinheiten aus. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung räumt allerdings ein, dass der größere Teil dieser Flächen erst mittel- bis langfristig in Anspruch genommen werden können. Meist gehören sie privaten Eigentümern.

Allein die „großen Wohnungsneubau-Standorte“ umfassen 24 Bereiche und ermöglichen laut Senatsverwaltung den Bau von rund 43.000 Wohnungen, davon etwas mehr als die Hälfte in der Innenstadt oder an deren Rand. So seien etwa 2500 neue Wohnungen in der historischen Mitte möglich und weitere 2000 in der Luisenstadt. An der Oberspree in Friedrichshain-Kreuzberg könnten 4400 Wohnungen gebaut werden, am Gleisdreieck und in Alt-Lichtenberg jeweils 2400. Das Potenzial für 3000 Wohnungen weist der Plan für die Europacity nördlich des Hauptbahnhofs aus, ein weiteres für 3200 Wohnungen in Buch (Pankow). Lichterfelde Süd, Wasserstadt Spandau und Köpenick-Zentrum sind mit jeweils 2700 möglichen neuen Wohnungen vertreten. Hinzu kämen, so die Stadtentwicklungsverwaltung, etliche kleinere Potenzialflächen und Einzelstandorte.

Der Senat nennt drei stadtplanerische Ziele: die „verdichtete, urbane Stadt der kurzen Wege“, die sozial und funktional gemischte Stadt sowie die vorrangige Nutzung von Flächen innerhalb bestehender Siedlungsbereiche. Auf die Entwicklung von Neubauten „auf der grünen Wiese“ am Stadtrand soll „weitgehend“ verzichtet werden.