Viel Arbeit

Berlins Zoo-Chef Knieriem zieht aus Ärger seine Energie

Andreas Knieriem ist seit 100 Tagen neuer Chef von Berliner Zoo und Tierpark. Für ihn sind es jedoch gefüllte 200 bis 300 Tage. Denn es gebe mehr Baustellen als zunächst angenommen, sagte er.

Der neue Chef von Zoo und Tierpark in Berlin, Andreas Knieriem, steckt bis zum Hals in Arbeit. „Die ersten 100 Tage sind gefühlte 200 bis 300“, sagte Knieriem. Seine Tochter verabschiede ihn morgens beim Frühstück mit den Worten: „Tschüss bis morgen“. Doch alles sei gut, so Knieriem. „Ich freu mich über viel Arbeit und sehe die Möglichkeiten.“

Knieriem hatte am 1. April 2014 die Nachfolge des umstrittenen Bernhard Blaszkiewitz angetreten.

Er sei stolz auf die weltweit größte Anzahl von Zootieren (28.000) in einer Stadt, betonte der 48-Jährige, der zuvor den Münchner Zoo Hellabrunn geleitet hatte. Derzeit werde ein Entwicklungsplan für beide Einrichtungen – den Tierpark im Ostteil sowie den Zoo im Westen – erarbeitet. Besucher sollten das Gefühl haben, dass es den Tieren gut gehe, sagte Knieriem zu seinem Anliegen.

Es gebe mehr Baustellen als zunächst angenommen, so der Veterinär. Sein Rat für solche Fälle: „Ärger ist wie ein nachwachsender Rohstoff. Ziehen Sie doch Energie daraus.“

( dpa/sei )