Sanierung

S-Bahn-Verkehr am Ostkreuz fünf Tage lang unterbrochen

Ab Mittwoch wird der Betrieb auf der Linie S3 für fünf Tage zwischen Ostkreuz und Karlshorst eingestellt. Zehntausende Fahrgäste sind betroffen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet.

Foto: Sergej Glanze / Glanze

Nutzer der Berliner S-Bahn müssen sich auf einen neuen Engpass einstellen. Ab Mittwochmorgen wird der Zugverkehr auf der wichtigen Linie S3 (Erkner–Ostkreuz) fünf Tage lang zwischen Ostkreuz und Karlshorst unterbrochen.

Nach Bahn-Angaben sind davon täglich rund 55.000 Fahrgäste betroffen, für sie wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Es müsse zudem mit längeren Fahrzeiten von bis zu 20 Minuten gerechnet werden. Ab 30. Juni verlängern sich für viele Reisende die Umsteigewege, weil die S3 dann an einem anderen Bahnsteig hält.

Die Sperrung ist der Beginn einer neuen Bauphase am Ostkreuz. Bereits seit 2006 wird der wichtigste Knoten im Berliner S-Bahn-Netz, an dem Züge von neun Linien halten, schrittweise modernisiert. Weil die Arbeiten weitgehend bei laufendem Betrieb ausgeführt werden müssen, ziehen diese sich besonders lange hin.

Erst Ende 2017 soll der mit 411 Millionen Euro kalkulierte Umbau des Bahnhofs abgeschlossen werden. Ab Ende 2015 können am Ostkreuz erstmals auch Regionalzüge halten. Die Vollsperrung am Ostkreuz ist nur der Auftakt für einen umfangreichen Bausommer der Bahn. Wichtigstes Projekt ist der Schienentausch auf den Stadtbahn-Viadukten.

Ab 14. Juli wird dafür der Zugverkehr zunächst zwischen Zoologischer Garten und Friedrichstraße komplett eingestellt, ab 4. August dann auf dem Abschnitt Friedrichstraße–Ostbahnhof. Auch dort will die S-Bahn einen Ersatzverkehr mit Bussen einrichten.