Protestmarsch

250 Berliner demonstrieren am „Kotti“ gegen hohe Mieten

Vom Kottbusser Tor zogen die Demonstranten durch Kreuzberg, um gegen hohe Mieten und Zwangsräumungen zu protestieren. Es ging laut zu, aber die Veranstalter hatten mit mehr Resonanz gerechnet.

Foto: Paul Zinken / dapd

Rund 37 Organisationen hatten am Sonnabend zu einem Protestmarsch gegen hohe Mieten, niedrige Löhne und gegen Zwangsräumungen aufgerufen.

Unter ihnen die Gewerkschaft Ver.di, verschiedene Mietergemeinschaften, die Landesarmutskonferenz und der Bundesverband der Migrantinnen. Anstelle der von der „Mietergemeinschaft Kotti & Co“ angemeldeten 500 Teilnehmer waren dem Aufruf zur Demonstration etwa 250 Menschen gefolgt.

Demonstranten fordern bezahlbare Mieten in Berlins Innenstadt

Treffpunkt war um 14 Uhr am Kottbusser Tor. Mehrere Redner prangerten zu hohe Mieten, Zwangsumzüge, eine unsoziale Arbeits- und Sozialpolitik sowie angebliche Schikanen in Berliner Jobcentern an, danach setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung. Über die Adalbertstraße und die Oranienstraße ging der Zug bis zur Ecke Lindenstraße.

Auf Plakaten forderten Demonstranten unter anderem eine Kappung der Miete bei vier Euro kalt und sozialen Wohnraum mit bezahlbaren Mieten auch in der Innenstadt.

Verkehrsbehinderungen in Kreuzberg

Die Demonstration war vom Veranstalter als „Lärmdemo“ angekündigt worden, entsprechend laut verlief der Aufzug. Zu Ausschreitungen oder sonstigen Gewaltaktionen kam es nach Angaben der Polizei nicht.

Autofahrer mussten entlang der Demonstrationsroute durch Kreuzberg und den angrenzenden Straßen allerdings zum Teil erhebliche Verkehrsbehinderungen in Kauf nehmen. Die Polizei war vorsorglich mit einem größeren Aufgebot an Einsatzkräften vor Ort.