Nahverkehr

Berliner S-Bahn fährt wieder etwas pünktlicher

Im September kam die S-Bahn pünktlicher als sonst - dennoch liegt der Wert unter dem des Vorjahres. Ein neuer Geschäftsführer solls richten.

Foto: Steffi Loos / dapd

Die Berliner S-Bahn fährt wieder etwas pünktlicher. Laut einer aktuellen Übersicht des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg (VBB) sind im Monat September 93,1 Prozent aller Züge ohne Verspätung in den Stationen eingetroffen. Das ist laut VBB der beste Wert sei März 2012. Noch im August lag die Quote bei nur 90 Prozent. Als verspätet werden vom VBB jedoch nur Zugfahrten gewertet, die vier Minuten und mehr von der im Fahrplan ausgewiesenen Uhrzeit abweichen.

Die Pünktlichkeitsquote von 93,1 Prozent liegt allerdings noch immer deutlich unter dem September-Wert des Vorjahres (96,4 Prozent). Auch im Jahresvergleich liegt die S-Bahn deutlich hinter den Parametern des Vorjahres zurück. Demnach waren von Januar bis September 93,1 Prozent aller Fahrten pünktlich, im Vorjahr fuhren noch 95,6 Prozent aller Züge ohne Verspätung. Die Zahl der eingesetzten Viertelzüge verringerte sich geringfügig von durchschnittlich 500 am Tag (August) auf 497 im September. Um den gegenüber der Bestellung der Länder noch immer reduzierten Fahrplan zu fahren, benötigt die S-Bahn nach eigenen Angaben mindestens 511 einsatzfähige Doppelwagen.

Unterdessen hat der für die Fahrzeuge und deren Instandhaltung verantwortliche Geschäftsführer Jürgen Konz die Berliner S-Bahn verlassen. Er übernimmt – wie es heißt auf eigenen Wunsch – zum 1. Dezember eine neue Aufgabe innerhalb des DB-Konzerns. Konz war im September 2009 auf dem Höhepunkt der Krise zur S-Bahn gekommen. Der Ingenieur musste unter anderem Fehlentwicklungen aus den Vorjahren wie den massiven Abbau von Werkstattkapazitäten korrigieren. Zudem war Konz verantwortlich für die millionenteure Modernisierung der S-Bahn-Fahrzeuge. Neuer Geschäftsführer Produktion ist seit dem 1. November Karsten Preißel, der von DB Regio Nordost zur S-Bahn nach Berlin wechselte. Chef der Berliner S-Bahn bleibt Peter Buchner.