Urteil

Schrottimmobilien - Fünf Jahre Haft für den Drahtzieher

Mit Wohnungen als Steuersparmodell wurden Familien geködert - und um ihr Geld gebracht. Ein 31-jähriger Unternehmer muss nun ins Gefängnis.

Foto: JOERG KRAUTHOEFER

Nach betrügerischen Geschäften mit Schrottimmobilien ist ein 31-jähriger Unternehmer am Mittwoch zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Gegen acht Mitangeklagte verhängte das Berliner Landgericht Strafen von 15 Monaten Haft auf Bewährung bis zu dreieinhalb Jahren Freiheitsentzug.

Die Betrügerbande hatte geschäftlich unbedarfte Privatleute zum Kauf unrentabler Wohnungen überredet. Die Opfer wurden mit einem angeblichen Steuersparmodell geködert.

Bei der Vermarktung der minderwertigen Objekte an bundesweit zehn Familien soll ein Millionenschaden entstanden sein. Die Kunden seien ins Unheil getrieben worden, um hohe Provisionen zu kassieren, hatte der Staatsanwalt gesagt.

Der Chef der Bande hatte ein Geständnis abgelegt. Er und seine Komplizen hätten gut gelebt, gab er zu. Das Urteil entsprach im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwaltschaft.