Kriminalität

Räuber überfallen Modehaus und Restaurant

Eine Reihe von Raubüberfällen auf Geschäfte beschäftigt die Berliner Polizei. In Neukölln wurden Mitarbeiter eines Modehauses von bewaffneten Männern abgefangen und eingesperrt.

Foto: Massimo Rodari

Ein bewaffneter Mann hat am Sonnabend in einem Supermarkt in Lichterfelde Bargeld erbeutet. Der mit einer Sonnenbrille maskierte Täter war gegen 12 Uhr in den Laden am Hindenburgdamm gekommen und hatte den Kauf eines Deosprays vorgetäuscht. Als die 53 Jahre alte Angestellte die Kasse öffnete, zog der Täter eine Schusswaffe aus der Jackentasche, bedrohte die Frau und forderte Geld. Mit der Beute flüchtete der dunkel gekleidete Mann auf die Straße und entkam auf einem Fahrrad in Richtung Tietzenweg. Die Kassiererin kam mit dem Schrecken davon. Die Kriminalpolizei der Direktion 4 ermittelt gegen den Unbekannten jetzt wegen schwerer räuberischer Erpressung.

Bereits am Freitagabend hatten in Neukölln bewaffnete Täter innerhalb weniger Stunden ein Bekleidungsgeschäft und ein Schnellrestaurant beraubt: Gegen 20.30 Uhr überfielen zwei bewaffnete Maskierte das Bekleidungsgeschäft an der Karl-Marx-Straße. Drei Stunden später wurde ein Fast-Food-Restaurant an der Sonnenallee Ziel eines weiteren Raubüberfalles, diesmal durch einen Täter. Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen beiden Taten gebe es bislang nicht, hieß es am Sonnabend bei der Polizei.

Gegen 20.30 Uhr verließen acht Mitarbeiter die H & M-Filiale an der Karl-Marx-Straße durch den Personaleingang, als plötzlich zwei mit einer Pistole und einem Messer bewaffnete Männer vor ihnen standen. Die maskierten Täter drängten die Mitarbeiter zurück ins Gebäude. Dort ging einer der Räuber mit dem Filialleiter in dessen Büro und ließ sich Geld aus dem Tresor in eine Tüte packen. Anschließend wurden die Anwesenden nach Geld und Wertgegenständen durchsucht. Nachdem sie die Mitarbeiter in einem Raum eingesperrt hatten, flüchteten die Täter. Die Angestellten des Geschäfts konnten sich nach einiger Zeit selbst befreien und die Polizei alarmieren. Mehrere weibliche Mitarbeiterinnen erlitten einen Schock und klagten über Kreislaufprobleme. Sie wurden von Rettungskräften behandelt. Eine der Frauen kam vorsorglich zur Beobachtung in ein Krankenhaus.

Etwa drei Stunden später sprang in einem Fast-Food-Restaurant an der Sonnenallee ein vermeintlicher Kunde plötzlich hinter den Verkaufstresen, bedrohte eine 23 Jahre alte Verkäuferin mit einer Schusswaffe und forderte Bargeld. Nachdem der 43 Jahre alte Schichtleiter hinzugekommen war und die Kasse geöffnet hatte, riss der Räuber das Geld an sich und flüchtete. Dabei bedrohte er am Ausgang noch eine Kundin und rannte dann in Richtung S-Bahnhof Sonnenallee.

Die Ermittlungen zu dem Überfall auf die H & M-Filiale hat ein Raubkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen. Zu dem Überfall auf das Fast-Food-Restaurant ermittelt ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 5.