Spielhallen-Überfälle

Fußball-Profi soll Chef von Räuberbande sein

Nach einer Serie von brutalen Überfällen auf Spielhallen hat die Polizei sechs mutmaßliche Räuber festgenommen – darunter der Fußball-Profi Süleyman K. vom Drittligisten SV Babelsberg 03.

Nach intensiven Ermittlungen hat die Berliner Polizei eine Bande von mutmaßlichen Raubtätern gestellt. Am Montagmorgen wurden sechs Männer im Alter von 17 bis 22 Jahren festgenommen, die in den vergangenen Wochen mindestens acht Spielhallen in Moabit, Wedding und Gesundbrunnen überfallen und ausgeraubt haben sollen. Die Festnahme erfolgte in der Wohnung eines mutmaßlichen Bandenmitgliedes an der Bastianstraße in Gesundbrunnen. Zuvor hatte das Quartett nach Angaben eines Polizeisprechers ein Automatenkasino an der Prinzenallee ausgeraubt. Unter den Festgenommen befindet sich als mutmaßlicher Haupttäter der 21-jährige Fußball-Profi Süleyman K., der zurzeit beim Drittligisten SV Babelsberg 03 unter Vertrag steht. Der Verein teilte auf Anfrage mit, man sei über den Verdacht gegen den Spieler informiert worden, werde sich zu dem Verfahren jedoch nicht weiter äußern.

Neben K. gehört auch ein 19-jähriger Intensivtäter zu der Bande. Die sechs Festgenommenen stellen nach bisherigen Erkenntnissen den Kern der Bande, die bei ihren Überfällen in wechselnder Besetzung aktiv geworden sein soll. Dabei seien die Täter mit äußerster Brutalität vorgegangen, hätten Hieb- und Stichwaffen benutzt und das Personal der überfallenen Spielhallen mehrfach zusammengeschlagen, sagte der Polizeisprecher weiter. Insgesamt sollen die Festgenommenen einen fünfstelligen Betrag erbeutet haben. An den Ermittlungen waren ein Mobiles Einsatzkommando und ein Raubkommissariat der Direktion 3 beteiligt. hhn

( hhn )