Supermarktüberfall

Angeklagter bestreitet Überfall mit Machete

Drei Männer stehen in Berlin vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, einen Discounter in Tempelhof mit Pistole und Machete überfallen zu haben. Doch der Haupttäter leugnet die Tat.

Sie sollen mit einer Machete und einer Pistole angerückt sein: Drei junge Männer müssen sich seit Montag vor dem Berliner Landgericht wegen eines Raubüberfalls auf einen Supermarkt verantworten. Zum Prozessauftakt hat der 30 Jahre alte mutmaßliche Hintermann des Überfalls am Mariendorfer Damm in Tempelhof eine Verstrickung in den Fall bestritten.

Der Drahtzieher der Tat vom 12. Mai 2010 sei sein Mitbewohner gewesen. Dieser habe Geld gebraucht, um mit Freunden den Vatertag zu feiern. Der 30-Jährige bestritt zugleich, die mutmaßlichen Komplizen mit Machete und Pistole ausgerüstet zu haben.

Die 18 und 21 Jahre alten Mitangeklagten räumten ihre Beteiligung an dem Überfall ein. Die Beute von rund 800 Euro sei geteilt worden, gestand der Jüngere. Er selber habe 200 Euro bekommen. Das Geld habe er unter anderem für seinen Drogenkonsum gebraucht.

Die beiden Angeklagten sagten, sie hätten längere Zeit vor dem Geschäft gewartet - weil sie sich nicht trauten. „Ich war total panisch“, sagte der 18-Jährige, der mit der Machete bewaffnet gewesen sein soll. Im Supermarkt habe er gerufen: „Überfall, Geld her.“ Dann habe er in die Kasse gegriffen und sei mit dem 21-Jährigen geflüchtet. Er wolle sich entschuldigen, beteuerte er.

Der 18-Jährige bezichtigte den 30-Jährigen als Wortführer, der erklärt habe, wie der Überfall ablaufen solle. Der Mitbeschuldigte bestritt einen Auftragsraub. „Ich habe mit 15 Jahren allein einen Überfall begangen, ich lasse mich von keinem schicken.“ Der Prozess wird an diesem Mittwoch fortgesetzt.