Sicherheitsbedenken

Umbau der Kastanienallee ist vorerst gestoppt

Gegen den Umbau der Kastanienallee zu einer moderneren Flaniermeile gibt es großen Protest. Nun sind die Arbeiten vorerst gestoppt - wegen Sicherheitsbedenken.

Die umstrittenen Bauarbeiten an der Kastanienallee in Prenzlauer Berg werden vorerst gestoppt. Dies bestätigte der zuständige Stadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne). "Es ist zu gefährlichen Verkehrssituationen gekommen", sagte er. So hätten Fahrradfahrer wegen ausschwenkender Baufahrzeuge teilweise in den Gegenverkehr ausweichen müssen. Daher habe der zuständige Bauleiter der Firma Eurovia am Mittwoch den Umbau eingestellt. Die Bauarbeiten sollen Kirchners Angaben zufolge schnellstmöglich weiter gehen. "Wir arbeiten daran, die verschiedenen Interessen von Fußgängern, Autofahrern, Radfahrern, Gewerbetreibenden und Bauarbeitern unter einen Hut zu bringen", sagte er. "Doch Sicherheit geht vor." Kurzfristig sollen große Warnschilder im Baustellenbereich für mehr Sicherheit sorgen. Die könnten jedoch frühestens am 27. April aufgestellt werden.

Für Matthias Aberle hingegen, den Sprecher der Bürgerinitiative K21 gegen den Umbau der Straße, steht das "Wahnsinnsprojekt" vor dem Scheitern. "Dieser Baustopp verdeutlicht, wie chaotisch und schlampig die Planung des Umbaus der Kastanienallee abgelaufen ist", sagte er. Am Sonnabend findet eine Protestaktion statt. Nach den neuen Entwicklungen erwarte Aberle weiteren Zuspruch von Anwohnern und Gewerbetreibenden. "Wir fordern einen endgültigen Baustopp."

Die Umbauarbeiten der Kastanienallee haben vor zwei Wochen begonnen, die Bauzeit ist auf zwei Jahre angelegt. In dieser Zeit sollte die Straße nach den Planungen des Bezirksamts mit dem Fahrrad passierbar bleiben - ohne dass der Verkehr gravierend beeinträchtigt wird.