Vandalismus

Linksextreme rufen zu "Aktionsmonat" in Berlin auf

Foto: Steffen Pletl

Während der linksextremen "Aktionswochen" im Sommer brannten diverse Autos. Nun häufen sich in Berlin Anschläge auf Gebäude. Im Internet rufen Linksextreme zu einem "Aktionsmonat" auf. Die CDU nimmt die Anschläge zum Anlass, den Innensenator heftig zu kritisieren.

Die Serie von mutmaßlich linksextremen Angriffen auf Gebäude in der Hauptstadt hält an. Mehrere vermummte Täter beschädigten am Dienstagmorgen ein Immobilienbüro in Berlin-Mitte. Nach Polizeiangaben schlugen sie die Fenster des Show-Rooms der Firma Budiro am Legiendamm mit einem Hammer ein und beschmierten die Tür mit Farbe. Als ein Zeuge sie bemerkte, flüchteten sie unerkannt. Der Staatsschutz ermittelt. In der Nacht zu Montag hatten Unbekannte zwei Molotowcocktails auf das Gelände einer Polizeiwache im Kreuzberger Teil der Friedrichstraße geworfen. Dabei wurde ein VW-Bus der Polizei beschädigt. Woraus genau die Brandsätze bestanden, sei aber noch unklar.

In einem linksextremen Internetforum wurde zu einem überregionalen „Aktionsmonat“ aufgerufen, um sich gegen eine angebliche staatliche Unterdrückung zu wehren. Bereits im Sommer hatte es ähnliche „Aktionswochen“ gegeben, während derer sich Brandanschläge auf Autos und Farbbeutelwürfe auf Häuser häuften.

Die CDU sieht die aktuellen Anschläge als Bestätigung der „Unfähigkeit“ von Innensenator Ehrhart Körting (SPD). „Es ist unverantwortlich und des Amtes eines Innensenators unwürdig, dass Körting, dessen oberste Aufgabe es ist, die Berliner Bevölkerung zu schützen, vor dem erstarkten Linksextremismus kapituliert“, teilten der CDU-Innenpolitiker Robbin Juhnke und der Kreuzberger Abgeordnete Kurt Wanser mit. Durch Körtings Verhalten habe der Staat an Autorität verloren.

Bereits in der vergangenen Woche hatten unbekannte Täter Farbbeutel gegen die Hauswand einer Polizeiwache in Neukölln geworfen. In Kreuzberg wurde ein sogenanntes Carloft-Haus mit Steinen und Glasflaschen voller Farbe beworfen.

( dpa/sh )