Protest

1500 Teilnehmer bei "antinationaler Demonstration"

Rund 1500 Menschen haben sich am Samstag in Berlin an einer "antinationalen Demonstration" beteiligt. Unter dem Motto „Es gibt kein Ende der Geschichte. Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!". Die Teilnehmer protestierten friedlich gegen die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls.

Die Demonstration, zu der ein Bündnis linker Gruppen aufgerufen hatte, führte vom Checkpoint Charlie über die Friedrichstraße, den Boulevard Unter den Linden zur Oranienburger Straße zum Hackeschen Markt, wo die Demonstration, die noch bis zum Rosa-Luxemburg-Platz führen sollte, vorzeitig abgebrochen wurde.

Die Demonstranten trugen Plakate und Transparente mit Aufschriften wie „Für Kommunismus“ und „Sabotiert deutsches Heldentum!“. Die Teilnehmer riefen unter anderem Parolen wie „Nie wieder Deutschland“. Angeführt wurde die Demonstration von einem schwarzen Block, der von Polizeibeamten seitlich eskortiert wurde. Es kam zu kleineren Rangeleien wegen zu großer Transparente.

Am Hackeschen Markt lösten die Organisatoren die Demonstration vorzeitig auf und riefen dazu auf, am Abend gegen ein Konzert von Neonazis in Berlin-Köpenick zu demonstrieren. Insgesamt war die Berliner Polizei eigenen Angaben zufolge mit 800 Beamten im Einsatz. Vorkontrollen gab es nicht. Aufgrund der Demonstration kam es zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen.

( ddp/dpa/dino )