Vertragsverlängerung verweigert

BVG trennt sich von Chef

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Kein neuer Vertrag für Sturmowski

Der von Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) geführte Personalausschuss des BVG-Aufsichtsrats hat beschlossen, den Ende Oktober 2010 auslaufenden Vertrag mit Sturmowski nicht zu verlängern.

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Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bekommen einen neuen Chef: Der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Andreas Sturmowski wird nicht verlängert. Ihm wird vorgeworfen, er sei für riskante Finanzgeschäfte verantwortlich. Sie sollen dazu geführt haben, dass das Defizit der BVG Rekordniveau erreichte.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wird einen neuen Chef bekommen. Der von Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) geleitete Personalausschuss des BVG-Aufsichtsrats hat am Dienstagabend beschlossen, dem Aufsichtsgremium zu empfehlen, den im Oktober 2010 auslaufenden Vertrag mit Sturmowski nicht zu verlängern. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzsenators Morgenpost Online auf Anfrage.

Sturmowski war im Oktober 2005 für fünf Jahre zum Vorstandsvorsitzenden der BVG bestellt worden. Er war Wunschkandidat des damaligen Finanzsenators Thilo Sarrazin (SPD). Seit dem Abgang Sarrazins ist auch Sturmowskis Stern im Sinken. Ihm wird insbesondere vorgeworfen, verantwortlich für riskante Finanzgeschäfte gewesen zu sein. Aufgrund dieser Transaktionen musste das landeseigene Unternehmen Ende vergangenen Jahres Rückstellungen in Höhe von 200 Millionen US-Dollar bilden, die maßgeblich zu einem Rekorddefizit von fast 250 Millionen für das Geschäftsjahr 2008 sorgte.

Der Aufsichtsrat wird auf seiner nächsten Sitzung am 14. Dezember endgültig über Sturmowskis Zukunft beschließen. Eine Abweichung von der Empfehlung des Aufsichtsratsvorsitzenden Nußbaum gilt aber als unwahrscheinlich. Unklar ist derzeit, ob Sturmowski bis Ende seiner Vertragszeit im Amt bleiben oder schon vorher gehen wird. Der 55-Jährige weilt derzeit auf einem Internationalen Kongress in Dubai und war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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