Kriminalität

Polizei verhaftet in Berlin Mitglied der Mafia

Der Polizei ist ein Schlag gegen die Russen-Mafia gelungen. In Charlottenburg wurde ein Mitglied der gefährlichen Organisation festgenommen, das zur Tarnung bis vor kurzem ein Restaurant auf dem Kudamm betrieb. Der Mann gilt als hochrangiges Mitglied.

Ein führendes Mitglied der russischen Mafia ist in Berlin festgenommen worden. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Michael Grunwald, bestätigte jetzt Berichte der Magazine „Focus“ und „Spiegel“, wonach der 55-jährige Mann in Charlottenburg in Gewahrsam gekommen sei.

Gegen den Mann liege ein europäischer Haftbefehl der spanischen Behörden vor. Das Kammergericht werde „so bald wie möglich“ über die Auslieferungshaft entscheiden, sagte Grunwald. Laut „Spiegel“ werden dem Mann Geldwäsche, Unterstützung einer kriminellen Vereinigung sowie diverse Urkundendelikte vorgeworfen.

Die spanische Polizei hatte am Freitag vor einer Woche bei einer Großrazzia gegen die Russen-Mafia mindestens 18 Verdächtige festgenommen, unter anderen den mutmaßlichen Kopf der Organisation. Die Beamten durchsuchten Wohnungen und Luxusvillen in Madrid, Barcelona, an der Costa del Sol in Südspanien und auf Mallorca. Die aus der Gegend von Sankt Petersburg stammende Mafia soll im Jahr Dutzende Millionen Euro Schwarzgeld gewaschen haben. Ihren Mitgliedern wurden unter anderem Auftragsmorde, Waffenschmuggel und Bestechung zur Last gelegt.

Der am Donnerstag in Berlin festgenommene Mann soll laut „Focus“ die rechte Hand des Clanchefs sein. Er habe bis vor einem halben Jahr ein Restaurant auf dem Kurfürstendamm betrieben. Erst kürzlich hätten sich mehrere Anführer der Mafia-Organisation Tambowskaja- Malyschewskaja in Berlin getroffen. Staatsanwaltschafts-Sprecher Grunwald bestätigte, der 55-Jährige sei „kein kleines Licht“ innerhalb der Organisation.