Buback-Mord

Frühere RAF-Terroristin Becker in Berlin angekommen

Foto: dpa

Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker ist im Berliner Frauengefängnis Lichtenberg angekommen. Die 57-Jährige war aus der Untersuchungshaft in Karlsruhe in die Hauptstadt verlegt worden. Sie steht unter Verdacht, den ehemaligen Generalbundesanwalt Buback ermordet zu haben. Im August war Becker festgenommen worden.

Verena Becker ist wieder in Berlin. Gestern wurde die ehemalige RAF-Terroristin mit einem Gefangenentransport von Karlsruhe über Brandenburg in die Justizvollzugsanstalt für Frauen nach Lichtenberg gebracht. Die 57-Jährige steht unter dem Verdacht, an der Ermordung von Generalbundesanwalt Siegfried Buback und zweier seiner Begleiter durch die Rote Armee Fraktion (RAF) am 7. April 1977 in Karlsruhe beteiligt gewesen zu sein.

Das ehemalige Mitglied der RAF wurde bereits 1977 zu einer lebenslangen Haft wegen versuchten sechsfachen Polizistenmordes verurteilt. Gemeinsam mit einem weiteren Mitglied der RAF hatte sie sich am 3. Mai in Singen mit den Beamten eine Schießerei geliefert. An ihrer Seite stand damals Günter Sonnenberg, in dessen Rucksack die Waffe gefunden wurde, aus der die tödlichen Schüsse auf den Generalbundesanwalt abgefeuert wurden. Damals konnte Verena Becker eine Beteiligung an dem Attentat nicht nachgewiesen werde.

Jetzt haben Ermittler an Hand von DNA-Spuren den Nachweis erbracht, dass die 57-Jährige zumindest im Umfeld der Tat aktiv gewesen sein muss. Dies ist auch ein Grund, warum die nach Begnadigung und Haftentlassung seit zehn Jahren in Zehlendorf lebende Frau Ende August erneut festgenommen und nach Karlsruhe gebracht worden war.

( banjo/plet )