Kriminalität

Aufgebrachte Menschenmenge attackiert Polizisten

Eine gewalttätige Menschenmenge hat Berliner Polizisten in Bedrängnis gebracht. Nachdem zuvor zwei Männer zusammen mit anderen Beteiligten acht Polizisten außer Dienst in Mariendorf angegriffen hatten, sollten sie verhaftet werden. Plötzlich entstand ein Tumult auf der Straße. Sogar von Balkonen wurden Gegenstände geworfen.

Mit Pfefferspray haben sich Polizeibeamte am Montagabend in Mariendorf gegen eine aufgebrachte Menge zur Wehr gesetzt. Eine Gruppe von bis zu 60 Personen habe nach Angaben der Polizei in der Eisenacher Straße versucht, zwei zuvor festgenommene junge Männer zu befreien. Die Beamten seien zudem von Balkonen mit Gegenständen beworfen worden. Den rund 30 eingesetzten Polizisten gelang es schließlich, die überwiegend aus Türken und Arabern bestehende Gruppe abzudrängen.

Die 18 und 19 Jahre alten Festgenommenen sollen zuvor zusammen mit einem Dutzend Komplizen an der Kreuzung Mariendorfer Damm/Strelitzstraße eine Gruppe von acht außer Dienst befindlichen Polizeibeamten ohne ersichtlichen Grund attackiert haben. Ein 36-jähriger Polizeihauptmeister trug durch einen Schlag mit einem unbekannten Gegenstand eine Platzwunde davon. Ein 33 Jahre alter Polizeiobermeister wurde am Bein verletzt.

Als Unterstützungskräfte eintrafen, flüchteten die Angreifer. Die beiden mutmaßlichen Haupttäter konnten nach kurzer Verfolgung festgenommen werden. Wenige Minuten nach der Festnahme versammelten sich die rund 60 Personen in der Eisenacher Straße. Nach dem Abtransport der Tatverdächtigen beruhigte sich laut Polizei die Lage. Der 36-jährige Polizist ließ seine Verletzungen im Krankenhaus ambulant behandeln, sein Kollege wollte sich selbst zum Arzt begeben.

Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, versuchter Gefangenenbefreiung, versuchter Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.