Auktion in Berlin

Briefe von Marlene Dietrich für 20.000 Euro zu haben

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In Berlin kommen zahlreiche Schriftstücke der Hollywood-Diva Marlene Dietrich unter den Hammer. Und die sind vergleichsweise günstig. Denn für ein originales Goethe-Gedicht muss der Liebhaber etwa das Dreifache bieten.

Eine Briefsammlung von Hollywoodstar Marlene Dietrich sowie Manuskripte berühmter Forscher werden an diesem Dienstag und Mittwoch in Berlin versteigert. Dazu zählen auch Texte der Brüder Humboldt, des Troja-Entdeckers Heinrich Schliemann und des Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe.

Bei der Frühjahrsauktion von J.A. Stargardt werden fast 1100 Originale aufgerufen. Dazu gehören zahlreiche Manuskripte aus der deutschen Literatur, Musikgeschichte und Politik, wie das Auktionshaus am Montag mitteilte.

Goethes Gedicht „Der Becher“ von 1781, das der Dichter an seine Geliebte Charlotte von Stein richtete, hat einen Schätzpreis von 60.000 Euro. Für mindestens 16.000 Euro soll ein Brief Friedrich von Schillers an seinen Verleger Georg Joachim Göschen versteigert werden. Albert Einsteins Mitteilung an seine erste Frau Mileva, in dem der Begründer der Relativitätstheorie in die Scheidung einwilligt, wird auf mindestens 4000 Euro geschätzt. Johannes Brahms' eigenhändige Widmung mit den ersten Takten des Ungarischen Tanzes Nr. 3 soll mindestens 6000 Euro einbringen.

Die Briefsammlung Marlene Dietrichs wird auf mindestens 20.000 Euro geschätzt. Dazu zählen vor allem Briefe, die die Schauspielerin an den Kostümbildner Max Goldstein („Mago“) schrieb, aber auch Briefe, die Dietrich erhalten hat, unter anderem von David Bowie und Maximilian Schell.

Eine vom früheren Bundeskanzler Konrad Adenauer eigenhändig redigierte Vorlage zum Wehrdienst wird auf mindestens 1200 Euro geschätzt. Eine Urkunde mit den Unterschriften von 18 Erstürmern der Bastille während der Französischen Revolution kommt für zunächst 2000 Euro unter den Hammer.