Spatenstich

Wowereit startet Weiterbau der Kanzler-U-Bahn

Berlin baut seine Kanzler-U-Bahn weiter. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich für das umstrittene Großprojekt gab der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Roten Rathaus den Startschuss für die Arbeiten. Die Hände machte er sich dabei aber nicht schmutzig.

Foto: Massimo Rodari

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich hat am Dienstag vor dem Roten Rathaus in MItte offiziell der Weiterbau der Berliner Kanzler-U-Bahn begonnen. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) persönlich saß, ausgerüstet mit einem Helm, dabei am Steuer des Baggers. Auch Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) und der Vorstandsvorsitzende der BVG, Andreas Sturmowski, waren beim offiziellen Auftakt der Vorbereitungsarbeiten zugegen.

Die neue U-Bahn-Strecke soll ab 2017 den Alexanderplatz mit dem U-Bahnhof „Brandenburger Tor“ verbinden. Sie hält dann an den Stationen „Berliner Rathaus“, „Museumsinsel“ und „Unter den Linden“. Die U5 kann dann erstmals aus Hönow kommend bis zum Berliner Hauptbahnhof durchfahren. Die 2,2 Kilometer lange Tunnelröhre für die U-Bahn, die in bis zu 25 Metern Tiefe unter dem Boulevard Unter den Linden entlangführen wird, kostet mit den drei neuen Bahnhöfen nach bisherigen Kalkulationen mindestens 433 Millionen Euro. Der größte Teil der Strecke wird unterirdisch gebaut. Nur am Berliner Rathaus und am Marx-Engels-Forum, später auch an der Kreuzung Unter den Linden/Friedrichstraße, wird es sichtbare Baustellen geben.

Bis die Bagger kommen, gehört das Feld aber noch den Archäologen. Vor dem Berliner Rathaus graben sie ab Mitte April, um Relikte aus Berlins mittelalterlicher Geschichte vor den Baggern zu retten.