Promi-Metropole

Welche Stars nach Berlin ziehen

Berlin hat für die Society eine ungeheure Anziehungskraft. Die Stadt wird geliebt, weil sie Unterschlupf bietet für Menschen, die frei sein und ohne ständige Beobachtung leben möchten. So haben sich jetzt zwei Schauspieler, eine Sängerin und ein Verleger für die Hauptstadt entschieden.

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Singles, Geschiedene, Verlassene oder diejenigen, die noch nicht wissen, zu welcher Kategorie sie gehören, finden in der Berliner Gesellschaft ohne großes Nachfragen ein Zuhause. Einsame Seelen können leicht neu durchstarten. In Hamburg, München oder Düsseldorf kaum denkbar.

„Ich habe aus dem Bauch heraus entschieden“, berichtet Schauspielerin Ursula Karven, die im Mai von Mallorca nach Berlin zieht und gerade eine Wohnung in Grunewald sucht. „Ich habe zwischen Berlin und Hamburg überlegt. Ich freue mich auf diese Freiheit hier, auf die vielen tollen Menschen, und darauf, dass das Leben hier auch günstiger ist.“ Sie habe nach sechs Jahren in Spanien einen „Inselkoller“ erlitten, nun will sie einen Tapetenwechsel genießen. Mit ihrer lieben Art und einem guten Karma ist Ursula Karven schon jetzt aufgenommen worden, ist fester Bestandteil vieler Gästelisten.

Zu den Neu-Berlinern gehört auch der "Vorleser"

„Alle Menschen, die wir lieben, sind in Berlin. Und dann diese wunderschönen großen Abendveranstaltungen – herrlich“, schwärmt Florian Langenscheidt. Der Verleger ist aus München an den Wannsee gezogen, lebt mit seiner Freundin Miriam Friedrich („sie ist meine große Liebe“) im Haus seines Urgroßvaters. Die Villa Langenscheidt steht in unmittelbarer Nähe zur Liebermann-Villa, unter Denkmalschutz und direkt am Wasser. Carl Langenscheidt beauftragte 1901 Bodo Ebhardt, den Lieblingsarchitekten von Kaiser Wilhelm II., mit dem Bau des Hauses im Fachwerkstil. „Wir sind jetzt ganz hier. Berlin ist großartig und so super zu erreichen“, sagt Florian Langenscheidt. Mit seiner Lebensgefährtin hat er eineinhalbjährige Zwillinge. Ob er ein guter Vater ist? „Ich bemühe mich sehr“, so der 55-Jährige lächelnd.

Ebenfalls zu den Neu-Berlinern gehört der „Vorleser“ David Kross. Der gefragte Schauspieler zog aus Bargteheide in Norddeutschland, wo er bisher bei den Eltern wohnte, in die Hauptstadt, wie uns sein PR-Agent Peter Schulze gestern bestätigte. In Charlottenburg bewohnt der 19-Jährige bescheiden eine Eineinhalbzimmer-Wohnung. In dem Stadtteil, in dem sich auch sein Lieblingsrestaurant „Jules Verne“ an der Schlüterstraße befindet, hatte Kross schon bei seinem ersten Kinofilm „Knallhart“ 2005 eine Produktionswohnung. Der Jungstar kam nicht nur wegen seiner Freunde nach Berlin; hier hat er seine Schauspielagentur und seinen Agenten, außerdem finden hier viele Castings statt. Zurzeit dreht Kross, der an der Seite von Kate Winslet in „Der Vorleser“ international bekannt wurde, mit Hannelore Elsner und Karoline Herfurth den Film „Das Blaue vom Himmel“.

Noch bevor ihr sechsjähriger Sohn Tyler in diesem Jahr in die Schule kommt, plant Popsängerin Sarah Connor (29) den Umzug von ihrem Heimatort Delmenhorst (Niedersachsen) in die deutsche Hauptstadt, sagte sie dem Privatsender RTL. Auch Töchterchen Summer (4) ist dann natürlich dabei. Ideal für die Sängerin: Ihr Manager Florian Fischer (mit dem man ihr gerade zum zweiten Mal eine private Beziehung nachsagt, was er nicht kommentiert) lebt ebenfalls in Berlin.