Winterchaos

Berliner stirbt nach Sturz auf rutschiger Straße

Ein leichtes Zwischenhoch kommt nach Berlin und Brandenburg. Doch ein Ende des Winters ist weiter noch nicht abzusehen. Es bleibt bei rutschigen Straßen und gesperrten Sporthallen. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist am Wochenende ein Rentner an den Folgen eines Sturzes auf eisglattem Gehweg gestorben.

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Der Winter hat Berlin seit Wochen fest im Griff. Viele Fußwege gleichen Rutschbahnen oder Buckelskipisten. Abhilfe ist nicht in Sicht. Immer mehr Berliner ergreifen deshalb selbst die Initiative und streuen ihre Straßen selbst.

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Ein Ende des Winters ist in Berlin und Brandenburg noch nicht absehbar. Trotz eines leichten Zwischenhoch- Einflusses bleibt es in den kommenden Tagen in der Region frostig kühl, sagte der Deutsche Wetterdienst in Potsdam voraus.

Am Dienstag wird es vereinzelt leichte Auflockerungen geben, und es bleibt trocken. Die Tagestemperaturen sollen zwischen minus 1 und minus 8 Grad betragen. In der Nacht zum Mittwoch sinken die Werte wieder deutlich ab. Die Meteorologen gehen von minus 6 bis minus 11 Grad aus. Im Tagesverlauf bleibt es laut Prognose trüb, die Temperaturen erreichen minus 3 bis plus 2 Grad.

In der Nacht zum Donnerstag gibt es erneut frostige Werte von minus 4 bis minus 8 Grad. Am Tage bleibt der Himmel wolkenverhangen, es ist mit Temperaturen zwischen 0 und 3 Grad zu rechnen. Vor allem im Nordwesten könnte es leichte Schneefällen oder auch Schneeregen geben.

Indes haben Berlins rutschige Gehwege zu einem ersten Todesfall geführt. Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb am Sonntag ein Berliner Rentner nach einem Sturz auf Glatteis. Wie die Polizei mitteilte, erlag der 75-Jährige im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der Mann war am 7. Februar in Zehlendorf in der Straße An der Rehwiese ausgerutscht und gestürzt, als er sein Auto vom Schnee befreien wollte. Er wurde durch Rettungskräfte der Feuerwehr in ein Krankenhaus gebracht, wo er eine Woche später starb.

Doch auch Tauwetter würde nicht alle Probleme lösen. Die Schneemassen könnten in einigen Regionen Brandenburgs zu Überschwemmungen und feuchten Kellern führen. „Wenn noch Regen hinzukommt, haben wir ein Problem“, sagte der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude. In Regionen mit hohem Grundwasserspiegel wie etwa Havel, Rhin und Oderbruch könne das Wasser schlecht versickern. Sorge bereiten Freude auch die Eisschollen auf der Oder: Überlagern sie sich, sei die Bildung von Staudämmen möglich. Weil aber die meisten Flüsse normale bis niedrige Wasserstände hätten, sei die Hochwassergefahr momentan gering.

Wegen der Schneelast auf den Dächern sind aktuell 45 Sporthallen in Berlin-Mitte gesperrt worden. Wie die „Berliner Zeitung“ berichtet, sind alle Hallen mit Flachdach betroffen. Das Bezirksamt prüfe Halle für Halle, ob Einsturzgefahr bestehe. Gegebenenfalls müsse auf einzelnen Dächern Schnee geschaufelt werden. Der Beschluss zur Sperrung fiel dem Bericht zufolge am Freitag, erste Hallen seien inzwischen wieder freigegeben. Berlin liegt seit dem Jahreswechsel unter einer dichten Schneedecke.