Freibäder

Bäderbetriebe verhandeln mit sieben Pächtern

Sabine Flatau

Sieben Berliner Freibäder bekommen in diesem Jahr neue Pächter. Die Berliner Bäderbetriebe bevorzugen neue Betreiber. Denn die sollen ordentlich anpacken. Noch vor Saisonstart haben sie Reparaturen zu erledigen. Danach soll in den kommenden Jahren die Sanierung der sieben Bäder folgen.

Sieben Berliner Freibäder bekommen noch vor Saisonbeginn neue Betreiber. Betroffen sind die Grundstücke in Jungfernheide, Plötzensee, Lübars, am Tegeler See, in Wendenschloss, Grünau und Friedrichshagen.

"Wir verhandeln mit sieben Interessenten über den Pachtvertrag", sagt Klaus Lipinsky, Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäderbetriebe. 20 Bewerber habe es im Zuge der Ausschreibung gegeben, darunter auch die bisherigen Pächter. Doch sie haben voraussichtlich das Nachsehen gegenüber finanzstarken Interessenten. Denn die Bäderbetriebe verlangen, dass die künftigen Betreiber in drei Stufen in die Sanierung ihres Bades investieren. "Zunächst kurzfristig, für Reparaturen vor dem Saisonstart", sagt Lipinsky.

Der mittelfristige Zeitraum umfasst die nächsten drei bis fünf Jahre, und dann in fünf bis zehn Jahren. Grundlage dafür sind Pachtverträge, die über fünf Jahre abgeschlossen werden und die Option auf fünf Jahre Verlängerung enthalten. Die längeren Fristen sollen den Betreibern Planungssicherheit geben.

Die geforderten Investitionen bewegen sich Lipinsky zufolge im Bereich von 20.000 bis 30.000 Euro für kurzfristige Reparaturen bis zu einer Million Euro für langfristige Arbeiten. Diese Höchstsumme wird voraussichtlich nötig sein, um im Strandbad Grünau die marode Uferkante instand zu setzen. "Wir haben uns die Bäder hinsichtlich des Investitionsbedarfes angesehen und Kosten geschätzt", sagt Lipinsky. Ungewissheit gibt es noch beim Seebad Friedrichshagen. Dort war seit 2002 die Turngemeinde in Berlin (TiB) Pächter.

Das Bad war bislang nicht öffentlich, sondern dem Verein vorbehalten. Er organisierte sportliche Wettkämpfe wie das Internationale Müggelseeschwimmen. "Es laufen Gespräche mit dem neuen Pächter. Ziel ist, dass die TiB ihre sportlichen Aktivitäten fortsetzen kann", so Lipinsky.