Mittenmang am in den 2000er-Jahren entstandenen Einkaufskarree in Kleinmachnow befindet sich diese gediegene Gaststätte. Von der Einrichtung her mehr Bistro als Wirtshaus, mit kräftigen Farben und kleinen Tischen, verströmt der Schankraum Gemütlichkeit. Viele Stammgäste wurden vom freundlichen Service begrüßt, das Angebot ist für ein schätzungweise 50-Sitzplätze-Restaurant sehr umfassend. Schon um neun Uhr morgens gibt es Frühstück, und das bis 16 Uhr, ganz wie in Kreuzberg oder Mitte. Vom „Frühstückchen“ für 3,50 Euro bis zur „Tafelrunde“, 13,50 Euro ab zwei Personen, sind ein Dutzend im Angebot.

Zwischen 11 und 15 Uhr gibt es von Dienstag bis Freitag preiswerten Mittagstisch, in der Regel Eintopf und ein Fleischgericht. Beim Besuch war es Erbseneintopf und hausgemachte Bouletten. Die kamen außen knusprig, innen saftig, mit einer guten Bratensoße. Dazu gab es grüne Bohnen, die etwas viel Speck abbekommen hatten, und ordentliche Bratkartoffeln, 8,90 Euro. Dazu passte ein alkoholfreies Königspilsner, drei Euro für 0,3 l.

Bei den Vorspeisen standen karamellisierte Ziegenfrischkäse und Vitello auf der Karte, die fleischlose Sektion war klein, aber mit Steinpilz-Risotto und Kürbis-Ingwer-Nudeln durchaus ansprechend. Auch drei Fischgerichte, Zander und Lachs, sind im Angebot. Den Großteil der Warmen Küche machen allerdings Fleischgerichte aus. Der Jahreszeit entsprechend Gans, Ente, Wild, aber auch hausgemachte Rinderroulade oder ein Pökeleisbein zu moderaten Preisen. Bei den Desserts gibt es überwiegend Klassiker, von der Creme Brûlée über Rote Grütze bis zum Kaiserschmarrn. Fazit: Durchaus ein Ziel beim Ausflug über den südlichen Stadtrand hinaus.

Alfred’s Adolf-Grimme-Ring 14, Kleinmachnow, Tel. 033203-835 70, Di.-Sbd. 9-22 Uhr, So. 9-15 Uhr, www.restaurant.alfreds.de

fmr