Am niedlichen Böhmischen Platz liegt das Hallmann & Klee. Von außen ist es kaum als das helle moderne Plätzchen auszumachen, als das es sich innen darbietet. Weiß getünchte Wände, säuberlich abgezogene Dielen und helles Holzmobiliar: Kneipenmuff und betuliche Gemütlichkeit muss man woanders suchen. Die vielen, an langen Kabeln im Raum hängende Großglühbirnen – auch als Designerlampen bekannt – sprechen ein Klientel an, das schon lange nicht mehr nur in Mitte und Kreuzberg zu Hause ist.
Hier kann man frühstücken, Mittag essen, abends ausgehen oder am Sonntagnachmittag frisch gebackenen Nusszopf vertilgen. Auf der Karte werden grundsätzlich nur Zutaten aufgezählt. In der Rubrik Suppe steht dann zum Beispiel „Apfel, Karotte, Kokos, Lauch“, alles weitere wird der Entdeckerfreude anheim gestellt. Von Mittagsgästen wird gern „Dinette“ geordert, dickerer Flammkuchen mit Schmand, wahrscheinlich weil so ein Lunch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Man kann zwischen zwei Belagkombinationen wählen, entweder Rauchschinken, Cox Orange, Zwiebel und Majoran (7 Euro) oder Hokkaido, Ziegenkäse, Walnuss und Rosmarin (7,50 Euro).
Aber auch „Lachs, Linguine, Zitronenthymian, Babyspinat“ ist sein Geld wert (11,80 Euro). Auf der mit einer ziemlich limonigen Sahnesauce angerichteten Pasta thront ein gerade ausreichend gegartes Lachsstück, frische, nicht weiter behandelte Spinatblätter sind darüber gestreut. Vorab werden ein paar Scheiben von köstlichem hausgebackenem Brot mit Butter und Meersalzfässchen gereicht, man ist gut gesättigt nach alldem. Die Speisenauswahl ist zwar nicht riesig, aber weniger ist eben manchmal mehr und was es gibt, ist gut gemacht.
Hallmann & Klee Böhmische Straße 13, Neukölln, Tel. 23 93 81 86, Mi.-Sbd. 9.30-22 Uhr, So. 9.30-18 Uhr, www.hallmann-klee.de





