Hausgemachten ungarischen Kesselgulasch kann man im Geschäft von György Nagy und seiner Frau an der Karl-Marx-Allee nahe des Frankfurter Tors genießen. Eigentlich führen die beiden einen Laden für ungarische Spezialitäten und Weine. Doch wo der Platz schon einmal da ist und die Lust am Kochen auch, werden hier gleich noch Gäste bewirtet. Insidern und Liebhabern echter ungarischer Salami oder landestypischer Spirituosen wie etwa dem Kräuterlikör Unicum oder dem weltberühmten Tokajer ist das Geschäft schon länger ein Begriff. Lange Zeit befand es sich im Carré der früheren Markthalle am Alexanderplatz, vor ein paar Jahren aber mussten sich die Nagys den neuen Standort suchen. Unweit der Verkaufsregale sitzt man nun hinter den großen Ladenzeilenfenstern; eine längere Tafel gibt es und drei kleine Tische, viele Stühle sind aus Weinfässern gemacht.
Es geht liebenswert familiär zu. Zu haben sind selbstgemachte gebratene Paprikawurst mit Brot (5,90 Euro), ein Salatteller mit zartem Hähnchenfilet-Spieß (6,90 Euro) oder auch einfach nur eine Brotzeit. Der Renner ist allerdings stets der Gulasch. Den gibt es in drei Varianten. Da wäre der original ungarische Kesselgulasch (6,90 Euro), der Szegediner Gulasch mit Sauerkraut (6,90 Euro) oder Gulasch mit Nockerln und Paprikakraut (7,90 Euro). Der mit Brot servierte Kesselgulasch dampft rotfarben in seinem Metallkübel und schmeckt ausgezeichnet. Die reichhaltige Fleischsuppe ist zunächst vergleichsweise vorsichtig gewürzt, doch wird dazu eine Paste aus extrascharfen Paprika gereicht, mit der man leicht auf den gewünschten Schärfegrad kommt. Eine gute Portion, die sättigt und bei kaltem Wetter angenehm durchwärmt.
Ungarische Weine & Spirituosen Karl-Marx-Allee 112, Friedrichshain, Mo.-Fr. 12-20 Uhr, Sbd. 12-18 Uhr
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