Das „Yak & Yeti“ am Friedhof Stubenrauchstraße in Friedenau überzeugt mit exotischen Gerichten der nepalesisch-indischen Küche.

Die Ecke schräg gegenüber dem Friedhof Stubenrauchstraße hat in den vergangenen Jahren nicht vielen Gastronomen Glück gebracht. Immer wieder wurde für eine Neueröffnung geworben, bis die zwei großen Schankräume wieder leer standen, um bald mit anderem Konzept erneut beworben zu werden. Diesmal scheint es anders zu sein. Das Anfang Juni eröffnete „Yak & Yeti“ mit nepalesisch-indischer Küche ist gut besucht.

Recht unspektakulär ist das Ambiente mit buttergelben Wänden, halbhohen Holzpaneelen und großen Fenstern. Erfreulich war die besondere Freundlichkeit, mit der wir empfangen und die Aufmerksamkeit, mit der wir bedient wurden. Dazu passte der appetitanregende Duft, der aus der Küche strömte. Das Angebot unterscheidet sich nicht von dem anderer Lokale dieser Richtung, allerdings ist die Qualität überdurchschnittlich gut.

Auf die Momo genannten Teigtaschen muss man zwar rund zwanzig Minuten warten. Dafür entschuldigte sich der aus Westnepal stammende Besitzer mehrmals. Als sie dann mit Gemüse und Lammfleisch gefüllt auf vorgewärmten Tellern zu Tisch kamen, begleitet von milder Tomatensoße, leicht scharfer Mangocreme und feiner Erdnusssoße, waren wir sehr angetan (11,90 Euro für zehn Stück mit Salat).

Sehr mild gewürzt und äußerst zart war das Chicken Curry, 8,50 Euro, kräftig dagegen das Lamm Tikka, scharf mit Zwiebeln und Tomaten gebraten und auf der heißen Gussplatte serviert, 11,50 Euro mit Salat. Auch das vegetarische Linsengericht Dal überzeugte mit exotischer Würzung durch Ingwer und Kardamom (acht Euro). Bei gutem Wetter sitzt man übrigens schön auf einer großen, angenehm ruhigen Terrasse. Dieses Mal könnte die Ecke dem Gastronomen Glück bringen.

Yak & Yeti Südwestkorso 69a, Friedenau, Tel. 852 30 67, täglich 12-23 Uhr