Schon viele haben sich gastronomisch an der Ecke Rosa-Luxemburg-Straße/Münzstraße versucht. Nun wird die Lokalität vom Prince Restaurant bespielt: Das Konzept, zu dem auch eine Patisserie gehört, ist „trendig asiatisch“ und das scheint anzukommen. Immer mehr junge Menschen sowie hippe Eltern mit ihren Kids strömen herein. Die hohe Decke und die Wände sind, durchbrochen von etwas Holz, in schwarz gehalten, in der Mitte stehen ein paar schlanke Kakteen. Die Tische sind mit Schälchen und Stäbchen eingedeckt.
Lounge- und Soulmusik beschallt das Restaurant. Von der Bar, die man am Anfang passiert, gibt es eine große Cocktail- und Highball-Karte (acht bis zwölf Euro), beim Wein geht es ab vier Euro für 0,1 Liter los. Auf den goldbrauen Sofas, die an die 70er-Jahre erinnern, sitzt es sich entspannt. Entspannt, das trifft auf das gesamte Prince zu.
Die Küche serviert ein asiatisches Crossover, bei dem jeder etwas findet: von der Kokosmilchsuppe mit Hühnerbrust, Galangal und Zitronengras (fünf Euro) über Wraps (vier bis sechs Euro) mit Lachs Sashimi oder gegrilltem Rib Eye, Satéspießen (4,50 bis sieben Euro) bis zu Meeresfrüchten (sieben bis acht Euro), etwa Garnelen mit Wasabi-Mayonnaise und Currys (neun bis zwölf Euro). Ein schöner Auftakt ist das „Party Girl“, ein delikater exotischer Salat mit grünen Papayas, Erdnüssen und Chilis. Ein Do-it-yourself-Spaß ist „Pipa Duck“: Man baut sich seinen asiatischen Burger selber. In einem Bastkorb werden zwei gedämpfte weiße Brötchen serviert, dazu eine Platte mit gegrillten Entenscheiben, Soja- und Mayo-Dip sowie fein geschnittenem Chinakohl, Gurken und Zwiebeln. Dazu Süßkartoffel-Pommes. Dem jungen Service muss man aufgrund einer mit Augenzwinkern verfassten Zeile in der Rechnung etwas geben: „Brauche Trinkgeld für Kung Fu-Stunden, Ninjas haben meine Familie entführt.“
Prince Rosa-Luxemburg-Str. 9–11, Mitte, Tel. 70 09 39 67, prince-restaurant.com, tägl. 7–24 Uhr
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