Das Lokal „Hanage“, in dem man Bekanntschaft mit Okonomiyaki, einer Art japanischer Pancake-Pizza-Puffer, machen konnte, gibt es nicht mehr. Dafür hat die japanische Nudelsuppe in dem kleinen Deli Einzug gehalten. In Düsseldorf gibt es das „Takumi Nine“ des in Sapporo geborenen Geschäftsführers Yusuko Minamiyame bereits. Nun soll Berlin gezeigt werden, wie’s geht.
Die gemächlich zubereiteten und hübsch in großen Schüsseln angerichteten, rund 15 verschiedenen Suppen (9,80–14,80 Euro) sind großartig. Für zwei Euro Aufschlag bekommt man sogar eine noch größere Portion. Sojasprossen und Bambus der „Tori Shoyu Ramen“ sind knackig, das Lauchstroh kross, das Huhn sanft gedämpft, die Brühe mit feinem Sojageschmack beste Handwerkskunst. Dann noch die Überraschung bei den Nudeln. Sie bestehen aus Vollkornmehl. Mehr Nudelgenuss in einer Suppe geht nicht, und dazu enthalten sie noch Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Dazu eingelegte Wakame oder Edamame (je drei Euro), mehr braucht es für ein leichtes wie sättigendes Soulfood-Mahl nicht.
An der Einrichtung hat sich wenig geändert. Kleiner Tresen, kleine einsehbare Küche und neben den gerade mal drei Tischen ein vierter auf einem Podest. Der ist bei der japanischen Kundschaft äußerst beliebt. Traditionell werden dort die Schuhe ausgezogen. Englisch-Kenntnisse sind angebracht, die Servicefrau spricht kein Deutsch. Zumindest kann man sich abgucken, wie man es schafft, eine Nudelsuppe mit breitem, kurzen Löffeln und Stäbchen zu sich zu nehmen. Weil dies beim ersten Mal nicht so recht klappen will, ist der nächste Besuch schon geplant.
Takumi Nine Pappelallee 19, Eingang Raumerstraße, Prenzlauer Berg, Di.–Fr. 12–14.30, 17–23, Sbd.+So. 12–21 Uhr
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