Gemüse satt am Südstern: Im Restaurant „Seerose“ gibt es täglich ein großes Buffet aus rein vegetarischen und veganen Gerichten. Auf eine Speisekarte verzichten die Betreiber, bestellt wird direkt an der großen Theke. Auch nach dem Umzug des Restaurants vom Mehringdamm zum Südstern zu Jahresbeginn ist die Wohnzimmer-Atmosphäre dieselbe: Man sitzt an antiken Möbeln aus dunklem Holz und schaut auf klassische Öl-Gemälde.
Die Auswahl an Speisen ist enorm – und kann einen durchaus überfordern. Leider gibt es am Buffet keine Schildchen, die erklären, was man da Atemberaubendes vor sich hat. So muss einem die freundliche Bedienung jedes in Frage kommende Gericht samt seiner Zutaten erklären: Veganes Gemüse-Curry, Kartoffelgratin, Spinatauflauf, Kürbis in süßer Soße, Rosenkohl mit Esskastanien, Ratatouille und mehr.
Abgerechnet wird nach der Größe des Tellers: Zwei Gerichte kosten fünf Euro, drei gibt es für 6,50 und vier für zehn Euro. Die Portionen sind üppig, außerdem werden alle Gerichte mit Reis, Couscous und Salat serviert.
Der mittlere Teller mit Kichererbsen-Gemüse, Auberginen-Moussaka und Gemüselasagne macht auch bei größerem Hunger satt. Bohnen, Brokkoli, Karotten und Zucchini sind so knackig, dass sie sich auch in einem Salat gut machen würden. Das ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache. Während das Moussaka schön fluffig daherkommt, geben die pikanten Kichererbsen dem Ganzen eine angenehme Schärfe.
Der Dinkel-Koriander-Salat und der frisch gepresste Orangen-Karotten-Saft schmecken ebenfalls prima und hinterlassen bei dem Gast das angenehme Gefühl, nicht nur gut und preiswert, sondern auch ausgesprochen gesund gegessen zu haben.
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