Vier Jahre lang stand das Haus gegenüber der alten Dorfkirche in Alt-Mariendorf leer, bevor dort im März 2013 ein griechisches Restaurant eröffnete. Christina, nach der das Restaurant in der denkmalgeschützten Villa benannt ist, arbeitet hinterm Tresen. Inhaber und Ehemann Ioannis begrüßt und verabschiedet alle Gäste mit Handschlag. Und noch immer werden reichlich Ouzo und Joghurt-Dessert zur Eröffnungsphase spendiert.

Akropolis-Fotos und griechische Götterstatuen lockern das rustikale Ambiente mit schweren dunklen Tischen und Stühlen auf. Es herrscht Tavernen-Atmosphäre: Live-Musik gibt es sonnabends und mittwochs, „Ein Schiff wird kommen“ und „Alexis Sorbas“ sind die Hits des Abends. Das Hähnchenfleisch beim Gyros, mindestens 300 Gramm auf dem Teller (dazu bestimmt 400 Gramm frittierte Kartoffeln, üppig mit frisch gepressten Knoblauch gesprenkelt) ist für 10,60 Euro ein Schnäppchen.

Das Bifteki (10,30 Euro), gefüllt mit Schafskäse und Tomaten, sieht in der Form wie ein gegrilltes Kotelett aus. Geschmacklich ist es hervorragend und von der Portion her auch sehr reichlich bemessen. Dazu gibt es Tzatziki, das auch wirklich lobenswert ist. Das Brot wird warm serviert und mit dem sehr guten Öl der Kalamata-Oliven, die Flasche steht auf dem Tisch, kann hemmungslos gedippt werden.

Ich bestelle ein „Tyroskordopsomo“ (3,20 Euro), Knoblauchbrot mit Fetakäse überbacken, und weiß beim Reinbeißen, dass der „Knofel“ jetzt reicht. Inhaber Sarigiannidis teilt Dessertgläser aus: Der sahnig-fette Joghurt ist unbeschreiblich lecker!

Villa Christina Mariendorfer Damm 131, Alt-Mariendorf, Mo.–Do. u. So. 9 bis 24 Uhr, Fr und Sbd. 9 bis 1 Uhr, Tel. 70 20 90 71, www.villa-christina-berlin.de

rmd