Unter 20 Euro

Klassische italienische Küche statt Fleisch zu sportlichem Preis

Nach dem Steak-Restaurant Lox wirbt das Corso Toscana am Südwestkorso im Tempelhof-Schöneberger Ortsteil Friedenau mit Trüffelnudeln, Lasagne oder Rote-Beete-Carpaccio um Kunden und Akzeptanz.

Nur kurze Zeit war dem Restaurant Lox in dieser aufwendig umgebauten Lokalität vergönnt. Zu wenige Kunden kamen in das mit sportlichen Preisen und irgendwie doch zu kühler Einrichtung ausgestattete Steak-Restaurant.

Viel haben die neuen Betreiber des Corso Toscana gar nicht verändert, und doch wirken die Räume nun einladender. Rotweiß karierte Tischkleidung statt gestärktem Weiß, ein neuer großer Spiegel, einige Rotweinflaschen, ansonsten sitzt man wie zuvor auf brombeerfarben, mit edlem, dickem Stoff bezogenen Gestühl und Bänken.

Gänzlich neu ist die Küchenausrichtung, wenngleich wenig überraschend. Italienisch isst man hier in hundert Meter Umkreis noch in zwei weiteren Lokalen.

Freundlich werden die Gäste empfangen, aber nicht kumpelhaft aufdringlich. Sogleich kommen krachiges Weißbrot und große grüne Oliven zu Tisch. Die Flasche San Pellegrino kostet 4,60 Euro, der süffige Hauswein Rosso di Montalcino schlägt mit 8,50 Euro der halbe Liter zu Buche, die Weinkarte ist wie zu erwarten Italien-lastig.

Bei den Speisen findet sich neben Klassikern auch Ausgefallenes. Ausgezeichnet war die erfreulich leichte Lasagne mit Kalbsragout, 8,50 Euro für die pappsättigende Portion. Genauso gut waren Trüffelnudeln zu 15,50 Euro, sehr fein der Schwertfisch mit Linguine, Kürbis und Gemüse, 17,50 Euro. Bei den Vorspeisen überzeugte Rote-Bete-Carpaccio mit gebratenen Austernpilzen, 8,50 Euro. Mit diesem Konzept könnte es für das Ristorante ein längerer Aufenthalt am Südwestkorso werden.